Kehrt Garcia zurück, fliegt Kroos wieder raus

Kettenreaktion in der Viererkette

+
Selbstbewusstsein ist eine der größten Stärken von Felix Kroos. ·

Bremen - Gestern machte er wieder nur sein Ding. Santiago Garcia trainierte weiterhin nicht mit der Mannschaft – vier Tage vor der Partie bei Eintracht Frankfurt stellt sich deshalb die Frage, ob der argentinische Linksverteidiger rechtzeitig fit wird.

Vermutlich ja, sagen die Optimisten und rechnen morgen fest mit Garcias Rückkehr ins Teamtraining. Vielleicht nicht, meinen die Pessimisten. Und es wäre dann doch ungewöhnlich, wenn die Schwarzseher Recht behielten. Denn als sich Garcia nach seinem Platzverweis beim 1:3 in Augsburg verletzt meldete, war nur von einer Innenbandreizung die Rede. Beinahe drei Wochen ist das nun her. Zeit genug eigentlich, um gesund zu werden.

Doch Santiago Garcia macht es spannend. An ihm hängt es, ob in der Viererkette eine Kettenreaktion ausgelöst wird oder nicht. Kehrt der ausgeliehene Argentinier ins Team zurück, rückt Luca Caldirola von der linken Abwehrseite wieder in die Mitte und Felix Kroos fliegt wohl raus. Ohne Garcia wird Kroos dagegen im Abwehrzentrum verbleiben. Gegen Gladbach hatte er seine Sache als Vertreter des indisponierten Assani Lukimya so gut gemacht, dass ernsthaft darüber nachgedacht werden muss, ob der 23-Jährige nicht in jedem Fall wieder als Nebenmann von Sebastian Prödl aufgeboten werden sollte. „Er kann es auf jeden Fall, das hat er bewiesen“, sagt selbst Trainer Robin Dutt. Im Normalfall tendiert er jedoch zur Besetzung Caldirola/Garcia: „Es ist aber gut, dass wir mehrere Alternativen haben.“

So denkt mittlerweile auch Felix Kroos und ist ganz zufrieden, dass er sich als Fußballer immer breiter aufstellt. Nicht mehr nur Mittelfeld, auch Innenverteidigung gehört jetzt zu seinem Repertoire. Erstaunlich, denn Kroos war einst nicht sehr glücklich, als Ex-Werder-Coach Thomas Schaaf ihn im Abwehrzentrum ausprobierte und er auch in der U 23 dort spielen musste. Doch aus Ablehnung ist längst Akzeptanz geworden bei Kroos: „Ich kenne mich auf der Position einigermaßen aus, und ich denke, ich habe es gegen Gladbach auch gut gelöst. Wenn ich weiter dort spielen soll, mache ich das gerne.“

Hunt weiter nicht im Training

Aber klar: Bevorzugtes Betätigungsgebiet bleibt das Mittelfeld. Auch dort könnte Kroos am Sonntag statt des zuletzt schwachen Cedric Makiadi aufgeboten werden. Hier oder da – dem selbstbewussten Bruder von Nationalspieler Toni Kroos ist das grundsätzlich egal: „Wenn man ein gewisses Spielverständnis hat, fällt es einem auch leicht, verschiedene Positionen zu spielen“, sagt er und betreibt verbal Werbung in eigener Sache: „Ich denke, dass ich einen guten Spielaufbau habe, das Spiel gut eröffnen kann und trotzdem ein gutes Timing für die Zweikämpfe habe. Und es ist mein Anspruch, Verantwortung zu übernehmen auf dem Platz.“ · csa

So ergreifend war das erste Spiel von Chapecoense nach dem Flugzeug-Absturz

So ergreifend war das erste Spiel von Chapecoense nach dem Flugzeug-Absturz

Weltweit protestieren Millionen gegen Trump

Weltweit protestieren Millionen gegen Trump

Bilder der Anti-Trump-Demos: Proteste von Millionen und zahlreichen Promis

Bilder der Anti-Trump-Demos: Proteste von Millionen und zahlreichen Promis

Bilder: So feierten die Promis auf dem Filmball

Bilder: So feierten die Promis auf dem Filmball

Meistgelesene Artikel

Rot für Drobny und andere Dummheiten

Rot für Drobny und andere Dummheiten

Werder verliert gegen Dortmund: Viel Moral, null Ertrag

Werder verliert gegen Dortmund: Viel Moral, null Ertrag

BVB mit Personalproblemen gegen Werder

BVB mit Personalproblemen gegen Werder

Fritz: "Müssen uns über die Niederlage ärgern"

Fritz: "Müssen uns über die Niederlage ärgern"

Kommentare