Kellerduell gegen Hoffenheim – und Skripnik weiß, was Nagelsmann plant

Ein „Muss“ für Werder

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Werder-Coach Viktor Skripnik hofft, dass Werder morgen im Heimspiel gegen Hoffenheim eine Erfolgsserie startet und aus der „unangenehmen Situation“ herauskommt.

Bremen - Erst war es kein Trumpf – und nun doch? Dass Werders nächster Gegner 1899 Hoffenheim mit einem neuen Trainer kommt, könne positiv oder auch negativ für die Bremer sein. Das sagte Coach Viktor Skripnik gestern zu Beginn der Pressekonferenz. Wenig später sickerte durch, dass die Nachfolge des zurückgetretenen Huub Stevens bereits geregelt ist. Julian Nagelsmann (28) sitzt morgen (15.30 Uhr) im Kellerduell im Weserstadion auf der Bank der TSG. Und diese Konstellation, meinte Skripnik dann, „ist vielleicht ein Vorteil für uns“.

Warum, erklärte der Werder-Trainer auch gleich noch. „Ich kenne Julian und weiß, welche taktischen Dinge er auf dem Feld sehen will“, sagte Skripnik. Ins Detail wollte er nicht gehen, musste er auch nicht. Denn welchen Spielstil Nagelsmann (arbeitete wie Skripnik lange im Jugendbereich) favorisiert, ist bekannt. Der aktuell jüngste Trainer der Bundesliga, der im Sommer ohnehin für Stevens übernehmen sollte, hat einst beim FC Augsburg unter Nachwuchschef Thomas Tuchel gearbeitet und vom heutigen Dortmunder Trainer viel gelernt – auch in puncto Taktik. Nagelsmann, der sich selbst als Perfektionisten bezeichnet und seine A-Lizenz mit der Note 1,0 gemacht hat, bevorzugt aggressives Pressing, hohes Verteidigen, blitzschnelles Umschalten und variables Positionsspiel. Da Hoffenheim zuletzt aber eher zurückhaltend und vorsichtig agiert hat, wird interessant zu beobachten sein, ob der neue Coach die Ausrichtung in nur zwei Trainingstagen komplett verändert.

Werders Innenverteidiger Jannik Vestergaard kennt Nagelsmann aus der eigenen Hoffenheimer Zeit, hat ihn als Co-Trainer erlebt. Sein Eindruck: „Er strahlt Autorität aus, ist selbstsicher und respektvoll im Umgang. Man merkt, dass er viel Ahnung von Fußball hat. Ein guter Typ und guter Trainer“, findet der Däner und fügte noch an: „Ich wünsche ihm alles Gute für die Zukunft.“

Nur für morgen natürlich nicht, da braucht auch Werder im Duell des 16. gegen den 17. (der niedliche 191 Fans mit nach Bremen bringt) dringend die drei Punkte. „Jetzt kommt das Wort Muss bei uns ins Spiel“, betonte Skripnik und meinte damit auch die folgenden Wochen mit extrem wichtigen Partien in Ingolstadt, gegen Darmstadt, in Leverkusen und gegen Hannover: „Da können wir eine Serie hinlegen und aus unserer unangenehmen Situation herauskommen.“

Darauf hofft auch Stürmer Anthony Ujah, der mit Blick auf vier Duelle gegen vier mögliche Abstiegskandidaten schon mal vorrechnet: „Neun Punkte aus diesen vier Spielen wären super, das würde uns sehr helfen. Und es gibt nicht mehr viel Zeit, es besser zu machen.“

mr/csa

Werder-Training am Donnerstag

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