Akpala soll verkauft werden / Vermutlich kein aktueller, aber zehn Ex-Bremer in Brasilien dabei

Keine Zukunft für den WM-Aspiranten

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Joseph Akpala (Bild) ist mit 27 Jahren nicht der Typ, den Werder pushen will. ·

Bremen - Mit einigem Wohlwollen kann Joseph Akpala eine sehr exklusive Position angedichtet werden. Der von Werder Bremen an den türkischen Erstligisten Karabükspor ausgeliehene Stürmer ist der einzige aktuelle Werder-Profi, der sich Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme 2014 machen kann.

Akpalas Heimatland Nigeria hat sich qualifiziert, und der 27-Jährige gehört trotz seiner Abwesenheit bei den Playoff-Spielen zum erweiterten Kreis der „Super Eagles“, hatte im Sommer noch den Confed-Cup bestritten.

Wenigstens einer, der Werder in Brasilien vertritt – vielleicht. Dafür müsste Akpala erstens nominiert werden und zweitens noch ein Bremer sein, wenn es am Zuckerhut los geht. Beides ist mehr als unsicher. Denn Werder-Sportchef Thomas Eichin hat sich längst festgelegt, dass Akpala nach Ablauf der Leihe nicht an die Weser zurückkehren wird: „Joseph ist ein toller Typ, ein Vorzeigeprofi. Aber er stellt für mich nicht den Spieler dar, den Werder zukünftig pushen will. Er passt nicht zu unserer Strategie, junge Spieler aus den eigenen Reihen ins Team zu bringen.“ Oder noch genauer: „Da versuche ich lieber, die Selkes und Füllkrugs dieser Welt in den Kader zu integrieren“, so Eichin. Was er dann mit Akpala (Vertrag bis 2016) im Sommer vorhat? „Verkaufen“, sagt der 47-Jährige und hofft, dass Akpala bei Karabükspor auf sich aufmerksam macht: „Die Jungs dort sind mit ihm zufrieden.“ Allerdings ist die Bilanz wenig beeindruckend. Nur fünf Einsätze und ein Tor stehen für den Stürmer zu Buche.

Wenn da nicht noch eine Leistungsexplosion kommt, wird es weder etwas mit einem für Werder lukrativen Verkauf noch mit einem WM-Ticket für Akpala.

Die Bremer wären dann nur mit Größen aus der Vergangenheit in Brasilien vertreten. Bis zu zehn Ex-Werder-Profis werden am Zuckerhut dabei sein. Für Deutschland sind das Per Mertesacker, Mesut Özil, Miroslav Klose und Max Kruse. Für Griechenland Sokratis und Alexandros Tziolis, für Portugal Hugo Almeida und für Belgien Kevin De Bruyne. Nummer neun ist ein Exot. Dong-Gook Lee, in der Saison 2000/01 in Bremen, gehört auch mit 34 Jahren noch zum südkoreanischen Nationalkader. Und Nummer zehn ist mit 45 Jahren noch älter, spielt deshalb schon längst nicht mehr, sitzt aber bei den USA neben Jürgen Klinsmann als „Co“ auf der Trainerbank: Andreas Herzog. · csa

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