Keine Zeit für Allofs

Bremen - Für Emotionen hat Thomas Schaaf keine Zeit. Dass Klaus Allofs am Samstag das erste Mal seit seinem Wechsel zum VfL Wolfsburg ins Weserstadion zurückkehrt, ist dem Werder-Trainer – kurz gesagt – schnurzpiepegal.

Raum für Erinnerungen, für Gedanken an die gemeinsame, immerhin 13 Jahre umfassende gemeinsame Zeit? „Nee, absolut nicht“, sagt Schaaf und schaut dabei ungefähr so, als ob man ihn gefragt hätte, ob er sich in der heißen Phase des Abstiegskampfs einen Kurz-Urlaub auf Mallorca gönnt.

Der Allofs-Besuch in Bremen ist für den 51-Jährigen „schön und gut“, aber eben eine der unwichtigsten Nebensachen des Wochenendes. „Ich bin in unsere Aufgaben vertieft. Das hat bei mir absolut Vorrang, darauf konzentriere ich mich“, sagt Schaaf, der mit einer Serie von acht sieglosen Spielen, mit immer neuen Personalproblemen und als Konsequenz aus beidem mit einer wachsenden Sorge um den Verbleib in der ersten Liga zu kämpfen hat.

Er steckt mit Werder in der schwierigsten Situation seiner Amtszeit – und er steht quasi als alleiniger Verantwortlicher da. Allofs, mit dem er den Umbruch in Bremen noch eingeleitet und mit dem er den aktuellen Kader zusammengestellt hatte, ist gegangen. Schaaf wird von einigen deshalb als der betrachtet, der nun alles abkriegt. Er nimmt es einfach auf sich, verliert kein kritisches Wort über Klaus Allofs. „Ich bin da, ich bin in der Verantwortung. Das ist Fakt. Er ist nicht mehr da. Und wenn jemand nicht mehr da ist, ist er aus der Verantwortung raus“, erklärt der Coach. · csa

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