Keine Lust auf das „blaue Wunder“

Bremen - Heute Abend wird es wieder ernst! Beim SC Freiburg (20.30 Uhr) beendet Werder seinen Kellerkrimi-Fünferpack. Bisher haben die Bremer in den direkten Duellen gute Nerven bewiesen – zwei Siege, zwei Unentschieden, keine Niederlage. So soll es weitergehen, aber alle wissen: Es wird erneut ein richtig hartes Stück Arbeit.

Die Serie (fünf Mal in Folge ungeschlagen) „gibt uns Mut für die letzten neun Spiele“, betont Mittelfeldmann Zlatko Junuzovic, schränkt aber ein: „Gegen Stuttgart, da müssen wir ehrlich sein, waren wir unterlegen und hätten eigentlich verlieren müssen. Das war lauwarm von uns, wir brauchen wieder eine andere Körpersprache, sonst werden wir in Freiburg nichts holen.“ Durch ein Freistoßtor von Aaron Hunt schaffte Werder am vergangenen Samstag immerhin ein 1:1 und hielt den Konkurrenten auf Distanz. Momentan beträgt der Abstand auf den Relegationsplatz sieben Punkte. Recht viel, aber noch nicht genug – finden die Bremer. „Es kann noch knapp werden, das wissen wir aus dem Vorjahr“, mahnt Stürmer Nils Petersen. Und Junuzovic ergänzt: „Der Respekt vor einer solchen Situation ist groß. Letzte Saison waren wir zu diesem Zeitpunkt auch weit weg – und dann ist’s richtig eng geworden.“

Nach dem 25. Spieltag der vergangenen Serie hatte Werder ebenfalls 29 Zähler und sogar ein Acht-Punkte-Polster. Weil die Bremer danach aber gar nicht mehr gewannen, wurde das Bibbern von Woche zu Woche schlimmer. Nach 31 Partien war der Vorsprung auf zwei Pünktchen geschmolzen, erst am vorletzten Spieltag stand durch ein 1:1 gegen Frankfurt die Rettung fest.

So eine Zitterphase will sich Werder im Frühjahr 2014 unbedingt ersparen. „Wir müssen aus der vergangenen Saison lernen und weiter Punkte sammeln“, fordert Junuzovic. Denn, so glaubt der Österreicher, „33 wie im vergangenen Jahr werden diesmal nicht reichen. Da unten holt jeder irgendwie seine Punkte. Es ist noch immer sehr gefährlich für uns.“

„Freiburg läuft und

kämpft extrem“

Ein Sieg heute Abend beim Tabellen-16. (22 Punkte) würde für reichlich Entspannung sorgen. Aber Vorsicht: Freiburg ist richtig heißgelaufen, hat gerade mit dem satten 4:1 in Frankfurt einen Befreiungsschlag gelandet. „Wir müssen höllisch aufpassen, Freiburg läuft und kämpft extrem, die holen alles aus sich heraus. Wir müssen ab der ersten Sekunde auf dem Platz sein, das wird das Ausschlaggebendste sein“, meint Junuzovic. Cedric Makiadi sieht’s genauso. Der Freiburg-Experte, der vier Jahre lang im Breisgau aktiv war, warnt: „Wenn wir den Kampf nicht annehmen, werden wir unser blaues Wunder erleben.“ · mr

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