Rückkehrer Markus Rosenberg scheut die Sturm-Konkurrenz nicht / „Ich wollte unbedingt wieder nach Bremen“

Keine „9“ und kein Haus mehr – aber viel Selbstvertrauen

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Zurück in Bremen: Markus Rosenberg. ·

Bremen - Da ist er also wieder! Gestern Vormittag kehrte Markus Rosenberg nach zehn Monaten in Spanien offiziell zu Werder zurück – und freute sich gewaltig darüber. „Ich wollte unbedingt wieder nach Bremen. Das hier ist für mich wie ein zweites Zuhause. Schön, die altbekannten Spieler wiederzusehen – aber auch die neuen kennenzulernen“, meinte der schwedische Stürmer, den Werder ein Jahr lang an Racing Santander ausgeliehen hatte.

Eigentlich war es nicht geplant, dass „Rosi“ wieder auf dem Bremer Trainingsplatz steht. Die Verantwortlichen hätten ihn gerne trotz Vertrags bis 2012 abgegeben, wenn sich ein zahlungskräftiger Abnehmer gefunden hätte. Das war aber nicht der Fall – und deshalb erhält der 28-Jährige nun in der Vorbereitung die Chance, sich aufzudrängen und Trainer Thomas Schaaf sowie Sportchef Klaus Allofs zu überzeugen.

Laktattest der Werder-Profis

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Rosenberg selbst rechnet damit, bleiben zu dürfen. „So sieht es momentan aus, immerhin habe ich ja noch einen Vertrag.“ Die Konkurrenz, die wegen der Verletzung von Topstürmer Claudio Pizarro (Innenbandriss im Knie) derzeit aus Sandro Wagner, Marko Arnautovic und seinem Landsmann Denni Avdic besteht, scheut Rosenberg nicht. Kampfansagen an die Kollegen verkniff er sich gestern zwar („Ich muss gut spielen, um in die Startelf zu kommen“) – er betonte allerdings auch, dass er „bessere Chancen“ zu spielen sehe als noch vor einem Jahr: „Da hatte ich eine schlechte Saison hinter mir. Das ist jetzt anders. Ich bin mit großem Selbstvertrauen hierher gekommen.“

Das habe er sich während seines Engagements in der Primera Division erarbeitet. Für Santander (am Ende Zwölfter) schoss er neun Tore in 33 Pflichtspielen, hinzu kam eine Vorlage. „Erst habe ich meistens als Zehner gespielt, dann ab Dezember im Sturm – das war etwas einfacher. Ich hatte ein Superjahr in Spanien, habe eine Saison lang gut gespielt – eine gute Erfahrung. Santander wollte mich auch behalten, aber es war ein finanzielles Problem“, sagte Rosenberg. Unglücklich ist er darüber aber nicht: „Die zehn Monate in Spanien reichten. Hier in Bremen fühle ich mich besser.“ Auch, weil Werder eine stärkere Mannschaft habe als Racing.

Allerdings muss sich Rosenberg umstellen. Landsmann Avdic habe ihm „alles genommen – die Rückennummer und mein Haus“, lachte der Schwede, der nun erst mal noch im Hotel lebt, auf Wohnungssuche ist und fortan die „11“ statt der „9“ trägt. · mr

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