Werder-Chef verzichtet notfalls auf eine Millionen-Ablöse: „Dann ist das so…“

Keine Angebote für Özil – das ist Allofs ganz recht

Verlängert er nicht, müsste Werder Mesut Özil eigentlich in diesem Jahr verkaufen. Doch offenbar ist den Bremern mittlerweile ein weiteres Jahr mit dem Mittelfeldspieler lieber als eine fette Ablösesumme.

Bremen - Von Arne Flügge und Malte Rehnert · Die Fußball-Welt verneigt sich derzeit vor den Leistungen von Mesut Özil in Südafrika, Werder Bremens Sportchef Klaus Allofs bezeichnet seinen Mittelfeldstar „als den überragenden Mann der WM“, der Marktwert des 21-Jährigen dürfte noch einmal kräftig gestiegen sein.

Dennoch scheinen die Top-Clubs Europas (noch) kein gesteigertes Interesse an Özil, dessen Vertrag in Bremen am 30. Juni 2011 ausläuft, zu haben. Zumindest behauptete Allofs gestern zum Saisonauftakt der Bremer: „Es gibt keine konkreten Anfragen. Und es gibt im Moment keine Anzeichen dafür, dass Mesut seinen Vertrag nicht erfüllt.“

Womit er auch das Gerücht entkräften wollte, wonach der spanische Ausnahmeclub FC Barcelona Mesut Özil jetzt kauft, sich die Transferrechte am Mittelfeldjuwel sichert, um den Nationalspieler dann wieder für ein Jahr an Werder zu verleihen. Allofs versicherte: „Da tut sich nichts.“ Vielleicht ist das aber auch nur die Ruhe vor dem Sturm. Nach der WM dürften die Topvereine dem Sportchef die Tür einrennen.

Und wenn nicht? Özil selbst hat noch nicht die Bereitschaft gezeigt, seinen Vertrag, wie von Werder gewünscht, vorzeitig zu verlängern. Was schlussendlich bedeuten kann: Er bleibt noch ein Jahr an der Weser und geht dann ablösefrei zu einem Spitzenclub. Für Allofs kein Horrorszenario, obwohl es eigentlich zur Bremer Politik gehört, immer wieder hohe Einnahmen durch Ablösesummen zu erzielen. Allofs: „Der Idealfall tritt nicht immer ein. Wenn das so ist, dass der Vertrag nicht verlängert wird und er ablösefrei geht, dann ist das so. Dann müssen wir das hinnehmen.“ Sicherlich sei Werder auf der einen Seite auf Transfererlöse angewiesen, andererseits „müssen wir auch sportlich erfolgreich sein. Und da ist es wichtig, dass man die Qualitäten eines Mesut Özil noch ein Jahr lang in seiner Mannschaft hat.“

Mindestens ein Jahr, wie Werder-Trainer Thomas Schaaf ergänzte: „Wir wollen den Weg mit Mesut über das Jahr 2011 hinaus weitergehen. Wir wissen, welche überragenden Fähigkeiten er hat.“ Dass die Bremer weiterhin versuchen werden, Özils Vertrag zu verlängern, ist auch ganz im Sinne von Franz Beckenbauer. „Ich hoffe, dass Mesut Özil in der Bundesliga bleibt und Werder Bremen alles dafür tut. Das wäre ungemein wichtig für die Liga“, meinte der „Kaiser“.

Schaaf erinnerte indes daran, dass Özil in Bremen eine große Entwicklung genommen habe, dass diese aber noch längst nicht abgeschlossen ist und es für den Spieler daher am besten wäre, weiter in Bremen zu bleiben. „Er hat sich hier überragend entwickelt, und wir haben unseren Anteil daran. Das ist auch ein großer Erfolg für Werder. Aber jetzt muss er sich beweisen, wachsen, konstanter werden“, sagte Schaaf. In Bremen habe Özil dafür die besten Voraussetzungen.

Schaaf nahm seinen Star aber auch in die Pflicht. „Es wird Mesut nach der WM schnell bewusst werden, dass die Fans und auch wir nach seinen Leistungen in Südafrika sehr hohe Erwartungen an ihn haben. Diesem Druck muss er sich stellen“, forderte der 49-Jährige: „Und wir werden Mesut auch nicht aus der Verantwortung nehmen.“ Auf der anderen Seite, so Schaaf, „werden wir ihn aber auch schützen, wenn er mal eine schwächere Phase haben sollte.“

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