Vorne tut sich nichts, hinten umso mehr

Klaus Allofs denkt nicht daran, einen weiteren Stürmer zu verpflichten.

BREMEN . Der Top-Torjäger ist schon wieder verletzt – doch trotz des Innenbandrisses im rechten Knie bei Claudio Pizarro (32) denkt Werder-Sportchef Klaus Allofs nicht daran, einen weiteren Stürmer zu verpflichten.

Die Planungen würden nicht über den Haufen geworfen, erklärte der Bremer Boss gestern. Der Bundesligist startet nächste Woche Mittwoch mit den Angreifern Marko Arnautovic, Denni Avdic, Sandro Wagner sowie Rückkehrer Markus Rosenberg in die Saison-Vorbereitung.

Pizarro, der sich nach seiner Bänderdehnung im linken Sprunggelenk (Ende März) zum zweiten Mal binnen kurzer Zeit bei der peruanischen Nationalmannschaft verletzte, fehlt zwar erneut lange – dennoch verfällt Allofs nicht in Panik: „Es ist diesmal ein Bänderriss und hat nichts mit den vorherigen Verletzungen zu tun. Wäre es eine Zerrung, hätte man es thematisieren können. So aber ist es kein zusätzlicher Beweis von Anfälligkeit.“

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In der vergangenen Saison hatte sich Pizarro gleich vier (!) Muskelfaserrisse im Oberschenkel zugezogen, war immer wieder zum Zuschauen verdammt. Dass der Peruaner nun wieder etwa sechs bis acht Wochen aussetzen muss, wurmt natürlich auch Allofs: „Claudio hätte uns während der Copa America nicht zur Verfügung gestanden, wäre aber gesund und einsatzbereit zurückgekommen. Das ist jetzt leider etwas anders.“ Wann der Torjäger wieder in Bremen ist, vermochte Allofs noch nicht zu sagen. Vermutlich heute würden weitere Untersuchungsergebnisse aus Peru erwartet. „Und dann besprechen wir, wie es mit der Behandlung weitergeht“, meinte der 54-Jährige. Voraussichtlich bleibt Pizarro noch zwei bis drei Wochen in Südamerika.

Vorne wird sich bei Werder nichts tun, dafür hinten umso mehr. Nach wie vor baggert Allofs intensiv am griechischen Innenverteidiger Sokratis Papastathopoulos (23). „Wir bemühen uns, da voranzukommen. Es gibt aber noch nichts Neues“, sagte Allofs gestern Abend. Gleiches gelte für Defensiv-Allrounder Dominik Schmidt, dessen Vertrag ausläuft. Denkbar ist, dass Werder – unabhängig von den Personalien Sokratis und Schmidt – hinten noch (möglichst günstig) nachbessert. „Wir versuchen den Kader so zu bestücken, dass alle Positionen doppelt besetzt sind und wir einen Konkurrenzkampf entfachen können“, betonte Allofs. In der Abwehr ist aber fast niemand da zum Kämpfen: Sebastian Prödl, Sebastian Boenisch und Naldo fehlen noch lange, auch Per Mertesacker wird wohl zumindest den Trainingauftakt verpassen.  mr

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