„Kein Problem, in Bremen zu gewinnen“

Max Kruse

Werder-Bremen - BREMEN (kni) · Er galt als großes Werder-Talent, doch für die Bremer absolvierte Max Kruse nur ein Bundesliga-Spiel. Nach drei Jahren wechselte der Mittelfeldspieler 2009 ablösefrei zum FC St. Pauli. Mit dem Aufsteiger kehrt der 22-Jährige morgen ins Weserstadion zurück.

Herr Kruse, wollen Sie Werder morgen zeigen, dass es ein Fehler war, Sie ziehen zu lassen?

Natürlich möchte ich ein gutes Spiel machen – noch wichtiger sind aber die drei Punkte. Außerdem wollte ich damals weg. Ich hatte fast nur Dritte Liga gespielt und nicht wirklich daran geglaubt, dass sich das in der neuen Saison ändert. Deshalb habe ich den Umweg über die Zweite Liga gewählt – und ich denke: Das war der richtige Schritt.

Zumal Werder nun auch nicht viel besser steht als St. Pauli. Abstiegskampf im Weserstadion – wer hätte das gedacht?

Ich nicht. Aber Werder kämpft auch nicht um den Klassenerhalt, die kommen da unten wieder raus. Allerdings erst nach Sonntag . . .

Klingt ziemlich mutig. Ist der Respekt vor Werder verflogen?

Na ja, Werder hat es mit den vielen Ausfällen im Moment nicht leicht. Und natürlich wollen wir die Verunsicherung dort ausnutzen. Außerdem haben wir in dieser Saison bewiesen, dass wir Qualität haben. Deshalb sehe ich kein Problem, auch in Bremen zu gewinnen. Aber leicht wird es nicht.

Was unterscheidet den FC St. Pauli und Werder Bremen?

Da gibt es sehr viele Dinge. Aber eines fällt mir besonders auf: Der Zusammenhalt der Mannschaft ist bei uns einfach größer. Hier steht jeder für den anderen ein, weil er weiß, dass es ohne ihn nicht geht. Die Mannschaft trifft sich auch außerhalb des Platzes – und das meistens komplett. So etwas habe ich bei Werder nicht erlebt.

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