Özil und Allofs dementieren Meldungen über bevorstehenden Wechsel / Greift Chelsea jetzt an?

„Kein Kontakt zu Barcelona“

Was wird aus Mesut Özil? Bislang hat sich kein Topclub bei Werder gemeldet, das könnte sich in den nächsten Tagen jedoch noch ändern.

Bremen - Von Malte Rehnert· Der Andrang war groß – natürlich. Immerhin absolvierte Mesut Özil nach seinem WM-Urlaub und dem halben Trainingslager in Bad Waltersdorf gestern Vormittag seine erste Vorbereitungseinheit in Bremen.

Aber nicht nur die Fans drängten sich um Werders Spielmacher, auch die Journalisten. Die brennende Frage: Ist der Wechsel zum FC Barcelona tatsächlich so gut wie klar? Die kühle Antwort des sonst sehr entspannt wirkenden 21-Jährigen: „Davon weiß ich nichts. Ich bin hier und rede nicht über andere Vereine, sondern respektiere meinen Vertrag.“

Die spanischen Zeitungen „El Mundo Deportivo“ und „El Pais“ hatten Özils Transfer zu „Barca“ als „fast perfekt“ vermeldet. Doch nach dem Spieler dementierte auch Werder-Manager Klaus Allofs energisch: „Diese Meldung ist völliger Unsinn. Es gibt überhaupt keinen Kontakt zum FC Barcelona.“ Und zu anderen Clubs? „Nichts“, sagte Allofs leicht genervt und ergänzte: „Sobald sich etwas tut, werden wir das Gespräch mit Mesut und seinem Berater suchen.“

Das könnte ganz schnell passieren. Wie die englische Zeitung „The Times“ berichtet, soll der FC Chelsea bereits ein Özil-Paket geschnürt haben. Die Ablöse für den bis 2011 an Bremen gebundenen Mittelfeldstar: umgerechnet knapp 16 Millionen Euro. Möglich, dass die Engländer – oder doch ein anderer Interessent – bald Kontakt zu Allofs aufnehmen, denn: Spielt Özil nächste Woche Mittwoch in der Champions-League-Qualifikation gegen Sampdoria Genua, dürfte er in der Vorrunde der „Königsklasse“ für keinen anderen Verein mehr ran. Das würde Chelsea, Barcelona oder auch Manchester United vermutlich abschrecken.

Dass Özil trotz seiner erst 21 Jahre schon das Zeug für internationalen Topclub hat, steht für Joachim Löw außer Frage. „Mit seinen fußballerischen Qualitäten ist Mesut auf jeden Fall in der Lage, bei einem großen Verein zu spielen. Sollte er diesen Schritt tun, wäre das etwas ganz Besonderes“, sagte der Bundestrainer, der dem WM-Star eine Pause gönnt und ihn nicht in den Kader für den Test heute in Dänemark berufen hatte.

Stattdessen trainiert Özil in Bremen, um sich wieder an die Teamkollegen zu gewöh-

▪ „Ich bin topfit,

▪ bei 100 Prozent“

nen und für den Pflichtspielstart am Samstag in Ahlen (DFB-Pokal) gewappnet zu sein. „Im Urlaub habe ich auf den Ball verzichtet, jetzt freue ich mich wieder drauf.“ Im konditionellen Bereich habe er nichts mehr aufzuholen, versicherte er: „Nach dem Trainingslager in Österreich hatte ich schon ein bisschen Muskelkater. Aber jetzt fühle ich mich topfit, bin bei 100 Prozent.“ Die Abstimmung im Mittelfeld passte zuletzt beim 1:5 in Fulham allerdings noch nicht, mit Aaron Hunt als Spielmacher sah’s viel besser aus. Dass er deshalb in Ahlen auf der Bank sitzen könnte, befürchtet Özil aber nicht: „Da mache ich mir überhaupt keine Sorgen.“

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