Coach Robin Dutt rechnet mit harter Rückrunde für Werder / Junuzovic: „Druck wird riesig“

„Kein gemütlicher Spätwinter“

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„Ab Platz zehn macht sich jeder Sorgen“, sagt Werder-Coach Robin Dutt. Sein Team ist derzeit Elfter . . . ·

Bremen - Torsten Lieberknecht hatte es nett gemeint. „Werder“, sagte der Trainer von Eintracht Braunschweig nach dem 0:0 im Weserstadion, „sehe ich nicht da unten drin.

Alle Mannschaften darunter könnten Probleme bekommen.“ Sein Bremer Kollege Robin Dutt reagierte mit einem leichten Schmunzeln auf die ziemlich optimistische Einschätzung. „Das ist lieb von ihm“, meinte Dutt – wohl wissend, dass die Rückrunde für seine Mannschaft (derzeit Elfter) wohl alles andere als sorgenfrei sein wird. Ab Hannover 96, nach 18 Spielen Zehnter mit 21 Punkten, wird laut Dutt „keine Mannschaft einen gemütlichen Spätwinter oder Frühling haben. Bis Platz neun hofft jeder auf die Europa League, ab Platz zehn macht sich jeder Sorgen.“

Zlatko Junuzovic sogar etwas größere als einige seiner Teamkollegen, die nach der Nullnummer gegen den Tabellenletzten ziemlich entspannt gewirkt hatten. „Es wird sicher nicht angenehmer, der Druck wird riesig“, prophezeit der Österreicher und schiebt noch hinterher: „Die Rückrunde wird ein Kampf bis zur letzten Sekunde. Aber es ist ja nicht so, dass da nur zwei, drei Mannschaften mit drinstecken. Das betrifft sieben, acht Teams – die haben auch diesen Druck.“

Junuzovic glaubt, dass die zweite Saisonhälfte für seinen Club schwieriger wird als die erste. „Von den Duellen gegen die direkten Konkurrenten sind viele auswärts“, sagt er mit Blick auf die Gastspiele in Frankfurt (14.), Nürnberg (17.), Freiburg (15.) und Hannover (10.). Heimrecht hat Werder aber immerhin noch gegen den Hamburger SV (16.), 1899 Hoffenheim (13.) und den VfB Stuttgart (12.).

Zunächst geht’s allerdings gegen Mannschaften von weiter oben – erst in Augsburg (9.), dann gegen die beiden Borussias aus Dortmund (3.) und Mönchengladbach (4.). „Drei Hammerspiele“, findet Dutt, der sein Team trotzdem gewappnet sieht für den Kampf um den Klassenerhalt: „Wir wussten von Anfang an, worum es geht. Und vielleicht ist es sogar ein kleiner Vorteil für uns, dass hinter uns noch ein paar Mannschaften stehen, die bis vor kurzem noch über die Europa League gesprochen haben.“ Der Bremer Coach nannte freilich keinen Namen, dürfte aber auf jeden Fall den auf Rang 16 abgestürzten Nordrivalen HSV gemeint haben . . . · mr

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