Wiese hält nichts von Spezialhandschuhen / Jentzsch will „beißen“

„Kein Gefühl in den Fingern“

Tim Wiese hält nichts von Spezialhandschuhen.

Bremen - Bei Werder ist die Torwartfrage geklärt: Tim Wiese kehrt nach abgebrummter Rotsperre zwischen die Pfosten zurück – und Vertreter Sebastian Mielitz auf die Ersatzbank. Bei Gegner Augsburg hingegen bleibt bis kurz vor dem Anpfiff offen, wer aufläuft.

Vermutlich ist es Stammkeeper Simon Jentzsch (35), der wohl trotz eines gebrochenen Ringfingers auf die Zähne beißen wird: „Ich will unbedingt auf den Platz, wenn es geht.“ Notfalls mit einem Spezialhandschuh, der Ring- und Mittelfinger der rechten Hand zusammenfasst.

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Wiese hält nicht viel von solchen Sonderanfertigungen: „Da hat man doch kein richtiges Gefühl in den Fingern.“ Werders Nummer eins hat zu Lauterer Zeiten auch schon mal mit einem gebrochenen Finger gespielt. „Es war damals der kleine – und ich hatte ziemliche Schmerzen. Ich konnte nur mit einer Betäubung spielen, da war die ganze Hand taub.“ Ideal sei auch das nicht gewesen.

Sollte es bei Jentzsch nicht klappen, würde Mohamed Amsif (22) sein Bundesliga-Debüt geben. Der Deutsch-Marokkaner entstammt der Schalke-Jugend, ist seit Juli 2010 die Nummer zwei in Augsburg und genießt das Vertrauen von Trainer Jos Luhukay: „Er ist ein guter Torhüter, dem bei uns die Zukunft gehört.“ Der Bremer Linksverteidiger Lukas Schmitz kennt Amsif noch aus Schalker Tagen und urteilt: „Das ist kein Schlechter.“

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Werder hat in dieser Saison schon Erfahrung mit Torhütern, die aus dem Nichts kamen. In Leverkusen stand nach Patzern der Konkurrenten plötzlich Bernd Leno (19) im Tor. „Und er hat glänzende Partien gespielt“, lobt Werder-Coach Thomas Schaaf. Kapitän Clemens Fritz würde es nicht überraschen, wenn sich heute das nächste Talent gegen Werder beweisen darf: „Vor zehn Jahren wäre es noch ein Phänomen gewesen, wenn ein 18-Jähriger irgendwo im Tor steht. Heutzutage ist das nichts Besonderes mehr, Deutschland hat so viele gute, junge Torhüter.“ · mr/csa

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