Hunt rechnet mit Einsatz

Kapitän raus, Kapitän rein?

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Er ist wieder am Ball: Aaron Hunt kehrte gestern wie erwartet ins Mannschaftstraining zurück.

Bremen - Zehn Tage lang war Aaron Hunt verletzt. Seit gestern trainiert der effektivste Werder-Profi der Hinrunde (sechs Tore, vier Assists) wieder mit der Mannschaft und in uneingeschränktem Ausmaß. Er habe „keine Probleme“ mehr, meldete der 26-Jährige gestern Mittag.

Gegen den 1. FC Nürnberg wird er am Sonntag (17.30 Uhr) vermutlich wieder zur Verfügung stehen. Schön für ihn, schön für die Mannschaft. Aber wer fliegt im Falle seiner Rückkehr aus der Startelf? Der Pfeil zeigt erstmal auf Clemens Fritz, den Kapitän.

Fritz hatte Hunt, seinen Vertreter als Spielführer, in den Auswärtsspielen gegen Hoffenheim (4:1) und Frankfurt (1:4) im Mittelfeld ersetzt. Gerade selbst nach wochenlanger Verletzungspause zurückgekehrt, machte der 32-Jährige einen ordentlichen Job. Aber das wird ihn vermutlich nicht davor bewahren, Hunt Platz machen zu müssen. Trainer Thomas Schaaf erklärt, wie er über den Konkurrenzkampf der Kapitäne denkt: „Das erste Maß, weshalb einer spielt oder nicht, ist die Leistung, die er zeigt. Da ist Aaron Hunt sicher ganz weit vorne.“

Der zweimalige Nationalspieler war vor seinen muskulären Problemen eine feste Größe in der Team-Zentrale. Der „kicker“ listet ihn gar auf Platz vier der Topspieler der Saison – hinter Bayern-Star Franck Ribéry sowie den Torhütern René Adler (HSV) und Kevin Trapp (Frankfurt). So einen draußen zu lassen, wäre geradezu fahrlässig. Folglich räumt der selten voreilige Schaaf Hunt „gute Chancen“ auf eine Rückkehr in die Startelf ein. Vorausgesetzt, die zuletzt streikende Wade bereitet keine neuen Probleme. „Im Training war alles okay“, sagte Hunt gestern: „Wenn es dabei bleibt, werde ich auch grünes Licht bekommen.“ Er meinte freilich den Arzt, der die Freigabe für einen Einsatz zu erteilen hat. Dass der Trainer ihn dann bringen wird, steht wohl auch für Hunt außer Frage – selbst wenn seine offizielle Reaktion ein Schulterzucken ist.

Clemens Fritz könnte damit zum Härtefall werden. Vernünftig gespielt, trotzdem raus – und das als Kapitän. „Statusdenken“ nennt Schaaf den Hinweis auf die Position als Mannschaftsführer und beteuert, dass er sich selbst davon nicht leiten lässt. „Es ist egal, ob einer eine Binde um den Arm, den Kopf oder den Fuß trägt“, sagt er. Und nochmal: „Es geht darum, welche Leistung er nachgewiesen hat – egal, auf welcher Position.“

Bilder vom Training am Mittwoch

Werder-Training: Hunt dabei, Rost als Gast

Der Nachsatz könnte für Fritz allerdings das Schlupfloch sein, durch das er doch wieder in die erste Elf kommt. Schließlich muss er nicht zwingend im Mittelfeld spielen, sondern könnte auch als Außenverteidiger auflaufen. Vielleicht für Lukas Schmitz. Nach Wochen mit einer stabilen Form zeigte seine Leistungskurve in Frankfurt deutlich nach unten. · csa

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