Werder will seine magere Auswärtsbilanz aufpolieren – und nicht mehr ständig hinterherhecheln

Der Kampf um die Kontrolle

In Hoffenheim (unten) bejubelt Markus Rosenberg sein entscheidendes 2:1.

Bremen - Das sieht machbar aus. Morgen (20.30 Uhr) tritt Werder gegen den Tabellen-16. FC Augsburg an, eine Woche später (Samstag, 18.30 Uhr) dann gegen den nur einen Platz besser postierten FSV Mainz 05. Der Haken: Es sind beides Auswärtsspiele – und da haben sich die Bremer in dieser Saison bisher nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Nur vier Punkte holte Werder in der Bundesliga auf des Gegners Plätzen – im Vergleich zu den Heimspielen (12) eine mickrige Ausbeute. Doch Sportchef Klaus Allofs gibt nichts auf „solche Bilanzen oder irgendwelche Serien. Das hat keine Bedeutung, das haben wir doch letztes Wochenende gesehen.“ Da war Werders Erfolgsserie von vier Siegen hintereinander im Weserstadion gegen Dortmund (0:2) gerissen.

Dass der Tabellenfünfte nach dem peinlichen Erstrunden-Pokal-Aus bei Drittligist Heidenheim auswärts auch in der Liga wenig Ertrag einfuhr, mag Allofs (noch) nicht überbewerten: „Ich sehe da keine Tendenz. Wir versuchen, auswärts unser Spiel genauso durchzusetzen wie zu Hause.“

Schlechteste Platzierung ist bis jetzt Platz 8

Werders Bremens Saison 2011/2012 in Bildern

Bislang klappte das nur selten – aus unterschiedlichen Gründen. „In Leverkusen waren wir zu vorsichtig. In Hoffenheim war das Ergebnis gegen einen guten Gegner in Ordnung, aber trotzdem können wir das besser“, meint Allofs. Das 1:1 in Nürnberg „muss man ganz anders bewerten. Da mussten wir wegen der Verletzung von Sokratis früh wechseln. Dann kam die Rote Karte für Tim Wiese – und wir mussten in Unterzahl umstellen. Das war dann kein typisches Auswärtsspiel mehr“, urteilt der Bremer Boss. Der Auftritt in Hannover habe schließlich ebenfalls unter keinem guten Stern gestanden – bereits nach zwei Minuten geriet Werder in Rückstand.

Training am Mittwoch

Werder-Training am Mittwoch

Und genau das, unterstreichen Allofs und auch Kapitän Clemens Fritz, ist derzeit das größte Bremer Problem. Schon sechs Mal musste Werder hinterherhecheln. „Das müssen wir ändern, da müssen wir wacher und konzentrierter sein“, fordert Allofs, denn: „Bei einem Rückstand muss man einen noch größeren Aufwand betreiben, muss von seiner Linie abweichen und noch mehr ins Risiko gehen. Und dann kassiert man – wie in Hannover – schon mal Konter in fremden Stadien.“ Die erste Halbzeit bei „96“ habe Werder „total verpennt“, sagt Fritz, der fortan ebenfalls mehr Wachsamkeit anmahnt – und mehr Kompakteit: „Der Grundgedanke ist, hinten dicht zu machen, die Null zu halten – mit allem, was wir haben, unser Tor zu verteidigen. Wir dürfen uns nicht locken lassen, nicht nur alles auf die Offensive setzen.“

Allofs schlägt in die selbe Kerbe. Der Sportchef will „solange wie möglich die Kontrolle behalten. Das ist das, was ich mir für die nächsten zwei Auswärtsspiele wünsche.“ · mr

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