Kämpferischer Schaaf sieht Feuer in der Mannschaft

Hat Optimismus und Kampfgeist nicht verloren: Thomas Schaaf.

Werder-Bremen - BELEK (flü) · Raus aus dem DFB-Pokal, raus aus dem internationalen Geschäft und in der Bundesliga auf Platz 14 abgerutscht – Werder durchlebt die wohl sportlich schwierigste Phase seit Jahren. Was auch für Thomas Schaaf gilt.

Der Bremer Trainer war in der Hinrunde stark in die Kritik und unter Druck geraten. „Wir haben viel einstecken müssen, teilweise auch zu Recht“, sagt der 49-Jährige, „wir haben aber auch viele Dinge erlebt, die nicht planbar und nicht vorhersehbar gewesen sind.“

Vor allem aber hat die Mannschaft in den Spielen zu viele Fehler gemacht. Und die gilt es jetzt, im Trainingslager in der Türkei, abzustellen. „Ich glaube an die Qualität, die wir haben“, erklärt Schaaf, „in vielen Spielen in der Hinrunde haben wir uns letztendlich die Beine selbst weggehauen. Das dürfen wir nicht mehr zulassen, dagegen müssen wir uns stemmen.“

Dass es nicht leicht wird, sich aus der Krise zu befreien, das weiß der Bremer Trainer. „Es wird ein schwerer Weg“, betont Schaaf: „Und daher müssen wir uns in Belek ganz auf unsere Arbeit fokussieren, darauf, was wir verbessern und was wir abstellen müssen.“

Und der Werder-Coach hat beim Blick in die Gesichter der Spieler und in den ersten Gesprächen mit seinen Stars in den vergangenen Tagen den Eindruck gewonnen, dass er mit seinem Vorhaben nicht allein dasteht. „Die Mannschaft will das hinbekommen. Sie zeigt Willen und Ehrgeiz zu beweisen, dass sie es besser kann“, sagt Schaaf: „Im letzten halben Jahr sind wir weit hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben. Das will die Mannschaft ändern.“

Der Rückschlag bei Abwehrspieler Naldo sowie die anhaltenden Probleme bei Mittelfeldspieler Wesley passen Schaaf allerdings gar nicht ins Konzept. „Wir hatten gehofft, dass wir mit der gesamten Mannschaft die Vorbereitung auf die Rückrunde bestreiten können“, sagt der Trainer, „jetzt fehlen uns weiterhin zwei wichtige Spieler.“ Doch auch das müsse jetzt wieder kompensiert werden. Schaaf: „Wir werden eine Lösung finden.“

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