Mittelfeldspieler heute bei Bayern-Arzt

Junuzovic: Dutt will zweite Meinung

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Im Ungewissen: Zlatko Junuzovic weiß immer noch nicht, wie er mit seinen wiederkehrenden Sprunggelenksproblemen umgehen soll. ·

Bremen - Es ist nie leicht für einen waschechten Vollblut-Fußballprofi, auf der Tribüne hocken zu müssen, während unten auf dem Rasen die Kollegen kicken.

Gestern Abend im Wiener Ernst-Happel-Stadion beim Freundschaftsspiel der Österreicher gegen die USA gehörten gleich zwei Bremer zum Kreis der Frustrierten: Zlatko Junuzovic und Sebastian Prödl waren bloß Zuschauer, und auch das geteilte Leid machte es irgendwie nicht besser. Während es bei Prödl mehr eine Vorsichtsmaßnahme war nach seinen muskulären Problemen zuletzt, ist die Lage für Werders Mittelfeldakteur völlig ungewiss.

Denn schon wieder plagen Junuzovic Probleme am rechten Sprunggelenk, daher suchte er am Montagabend einen Grazer Spezialisten auf. Doch seine Laune konnte der Besuch offenbar nicht verbessern. „Es hat sich noch nichts ergeben, und ich mag im Moment nicht darüber sprechen“, ließ der Werder-Profi verlauten.

Im September hatte Junuzovic wegen dieser Verletzung drei Wochen ausgesetzt, war aber in der Liga seitdem schon sechs Mal wieder im Einsatz gewesen und wohl auch beschwerdefrei ins Trainingslager der Österreicher nach Spanien gereist. Aber nun sind die Schmerzen zurück. Das bereitet auch Trainer Robin Dutt zunehmend Sorge, er hält engen Kontakt zu Junuzovic. „Wir holen eine zweite Arztmeinung ein“, erklärte Dutt, „um dann entscheiden zu können, wie der weitere Prozess aussehen soll.“ Das sei nach Werder-Meinung nötig, denn: „Da gibt es etwas Unsicherheit, wie man vorgehen soll mit der Verletzung“, fügte Dutt hinzu.

Junuzovic soll sich heute in München von Bayern-Arzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt untersuchen lassen und dort die von Dutt gewünschte zweite Meinung einholen. „Dann wissen wir vielleicht Genaueres“, hofft der Bremer Trainer, doch für das Spiel gegen Mainz am Sonntag braucht er den Österreicher wohl nicht einzuplanen.

Auch für Prödl kommt der Einsatz am Wochenende vermutlich zu früh, doch auch bei dieser Personalie will sich Dutt erst einen Eindruck verschaffen, sobald der Nationalspieler zurück in Bremen ist. Es sei zumindest positiv, dass Prödl nicht für Österreich auf dem Rasen stand, meinte Dutt: „Es ist mir lieber, wenn er nicht zu früh spielt.“ · phi

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