Sebastian Prödl spricht nicht mehr von einem Wechsel / Bald neuer Vizekapitän?

„Am 26. Juni bin ich wieder hier“

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Starke Saison für Werder: Abwehrchef Sebastian Prödl.

Bremen - Sebastian Prödl ist schon ein bisschen stolz auf sich. „Ich hatte nur zwei, drei Spiele in der Saison, mit denen ich unzufrieden war“, sagte Werders Innenverteidiger gestern Mittag: „Mit dem Rest bin ich zufrieden.“ Die Verantwortlichen offensichtlich auch.

Trainer Robin Dutt hatte den 26-jährigen Österreicher tags zuvor erneut als seinen Abwehrchef gepriesen und ihn zudem für unverkäuflich erklärt – es sei denn, ein Jahr vor Ablauf des Vertrags käme ein unmoralisches Angebot. Prödl fühlt sich geschmeichelt, will sich das aber nicht so recht anmerken lassen: „Es hat wohl keiner etwas gegen Komplimente – das gilt auch für mich.“

Vor einigen Wochen hatte er Klarheit vom Verein gefordert. Er wollte wissen, ob Werder auch nach 2015 mit ihm plant. Falls nicht, müsse er im Sommer gründlich nachdenken. Inzwischen redet Prödl nicht mehr so gerne über seine Zukunft. Gestern sagte er lediglich: „Ich habe noch ein Jahr Vertrag und mache mir über alles andere keine Gedanken. Nach der Saison gehe ich entspannt in den Urlaub und werde am 26. Juni wieder hier sein.“

Vorher vollendet der Grazer, seit 2008 in Bremen, seine stärkste Saison im Werder-Dress – am Samstag in Leverkusen. In der kommenden Spielzeit könnte er in der internen Hierarchie noch eine Stufe hochklettern. Vizekapitän Aaron Hunt verlässt den Verein. Und Prödl, momentan dritter Mann hinter Clemens Fritz und eben Hunt, wäre der logische, neue Stellvertreter. „Wer würde sich nicht darüber freuen?“, fragt Prödl und ergänzt: „Ein Führungsspieler-Anspruch kann aber nur mit Leistung Hand in Hand gehen. Wenn ich gute Leistungen bringe, sind das gute Signale an den Trainer und den Verein.“ · mr

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