Junge Bremer Notelf begeistert: „Identifikation für die Fans“

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Zeigte bei seinem Bundesligadebüt eine starke Leistung: Florian Hartherz

Bremen - Obwohl Werder Bremen gegen Leverkusen erneut nur unentschieden spielte, hatten die Fans doch Grund zum Jubeln. Der aus der Not heraus geborene Debütantenball ging nicht nur gut, er begeisterte.

Der sonst so mürrische Thomas Schaaf war hellauf begeistert. Der Trainer des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen berauschte sich am Auftritt seiner jungen Notelf gegen Bayer Leverkusen. „Wir haben toll gespielt und eine Begeisterung und Euphorie durch das Spiel getragen. Das wollen wir ja auch vorleben, um den Fans eine Identifikation zu verschaffen“, sagte Schaaf - völlig untypisch für ihn - fast euphorisch nach dem 1:1 (1:0) gegen den direkten Konkurrenten um die Europapokalplätze.

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1:1 - Pizarros Treffer reicht nicht zum Sieg

Obwohl neun verletzte, erkrankte oder gesperrte Profis fehlten, Schaaf nur noch vier Feldspieler auf die Ersatzbank brachte und insgesamt drei 18-Jährige auf dem Platz standen, verteidigte Werders Bubi-Elf mit einem couragierten Auftritt Platz fünf. „Das war heute gefühlt ein knapper Punktsieg für uns. Wir haben gezeigt, dass wir zu Recht diesen einen Tabellenplatz vor Leverkusen inne haben. Wir haben mit unglaublich großem Engagement gespielt“, erklärte Werder-Chef Klaus Allofs.

Wie Schaaf war auch er trotz des verpassten Sieges stolz auf das Team, in dem zwei Routiniers an den Toren beteiligt waren. Stürmer Claudio Pizarro (29.) erzielte sein 13. Saisontor. Es reichte aber nicht zum Sieg, weil Leverkusens Stefan Reinartz (57.) nach einem Fehler von Werder-Keeper Tim Wiese noch den Ausgleich schaffte.

Werder holt Punkt gegen Leverkusen

Dennoch überzeugte vor allem die Bremer Notabwehr mit Sokratis und dem gerade erst verpflichteten Francois Affolter im Abwehrzentrum neben dem 18 Jahre alten Bundesliga-Debütanten Florian Hartherz. „Sie haben ihre Sache klasse erledigt. Ein Kompliment an die Jungen“, lobte Kapitän Clemens Fritz. Neben Tom Trybull in dessen erst zweiten Bundesligaspiel stand im später eingewechselten Niclas Füllkrug ein weiterer 18-Jähriger auf dem Feld.

Ob der aus der Not heraus geborene Debütantenball indes auf Dauer Erfolg hat, bleibt abzuwarten. Zwar kehrt am kommenden Sonntag in Freiburg Lukas Schmitz nach seiner Gelbsperre zurück. Dafür ist dann Philipp Bargfrede gesperrt. Der Einsatz von Naldo (Außenbandreizung im Knie) ist fraglich. Nach der Verpflichtung Affolters und Zlatko Junuzovics scheint Allofs über weitere Zugänge nachzudenken. „Wir haben noch drei volle Tage Zeit und es gibt keinen Grund zu sagen, dass wir nichts mehr machen werden“, sagte Allofs.

Schaaf setzt dagegen eher auf die schnelle Rückkehr der Verletzten. „Ich sehe vor allem Handlungsbedarf in der Gesundung unserer Spieler. Wenn alle wieder zurückkommen, dann sind wir gut für die Saison aufgestellt“, sagte der Werder-Coach. Zur Not kann er ja auch auf seine Jung-Profis bauen.

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