Nach Bayer-Sieg gegen Werder

Brandt hat jetzt Schiss vor seinen Bremer Kumpels

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Julian Brandt (Mitte) erzielte gegen Werder Bremen und Torwart Jiri Pavlenka zwei Tore im DFB-Pokal-Viertelfinale.

Leverkusen - Selten war „Vitamin B“ für Bayer Leverkusen so wertvoll. Ausgerechnet der gebürtige Bremer Julian Brandt und der in der Werder-Jugend ausgebildete Karim Bellarabi sorgten dafür, dass die Werkself im siebten Anlauf erstmals Angstgegner Werder Bremen im DFB-Pokal bezwang und damit weiter vom Finale im Berliner Olympiastadion träumen kann.

„Berlin ist das Ziel. Wozu es dann am Ende reicht, werden wir sehen“, sagte der zweifache Torschütze Julian Brandt nach dem 4:2 (2:2, 1:2) n.V.. Der Nationalspieler hatte in dem packenden Pokalfight mit seinem ersten Doppelpack den 0:2-Rückstand egalisiert, ehe er in der 101. Minute nach eigenen Angaben „fix und fertig“ das Feld ver- und Bellarabi die Bühne überließ. Der zog dann ähnlich groß auf wie zuvor Brandt. Zunächst gelang dem im Bremer Stadtteil Huchting aufgewachsenen Bellarabi die Führung für die Gastgeber, dann bereitete er die Entscheidung durch Kai Havertz (118.) vor.

Brandt freut sich für Bellarabi

„Ich habe zu Karim gesagt, ‚Du hast zuletzt so viel Pech gehabt. Aber heute bist du dran, heute ist es fällig, dass du uns ins Halbfinale schießt’“, berichtete Bayer-Trainer Heiko Herrlich anschließend, wie er den elfmaligen Nationalspieler für den Schlussspurt heißgemacht hatte. Der 26-Jährige äußerte im Club-TV: „Ich freue mich, dass ich das 3:2 machen konnte, dass es geklappt hat. Ich war die ganze Zeit bereit und froh, dass ich reinkommen durfte.“

Großes Lob erhielt Bellarabi von Brandt. „Mit seiner Schnelligkeit und seiner Zweikampfstärke ist Karim eigentlich ein Stammspieler. Aber einige Verletzungen haben ihn zurückgeworfen. Er wird aber schon bald wieder der Alte sein“, sagte der 21-Jährige anerkennend über den Edeljoker. Anschließend genoss der Werder-Fan den Abend in vollen Zügen, „auch wenn meine Bremer Kumpels nun sicher sauer auf mich sind“.

(sid)

Fotostrecke: Werder verschenkt 2:0-Führung

Was war das für eine verrückte Anfangsphase?! Schon in der 4. Minute traf Max Kruse vom Elfmeterpunkt, nachdem Jonathan Tah in zu Fall gebracht hatte.
Was war das für eine verrückte Anfangsphase?! Schon in der 4. Minute traf Max Kruse vom Elfmeterpunkt, nachdem Jonathan Tah in zu Fall gebracht hatte. © Gumz
Und es kam noch besser: Drei Minuten später erhöhte Aron Johannsson auf 2:0.
Und es kam noch besser: Drei Minuten später erhöhte Aron Johannsson auf 2:0. © Gumz
Er lupfte die Kugel nach einem feinen Pass von Kruse über Bernd Leno (7.) und bejubelte sein erstes Saisontor.
Er lupfte die Kugel nach einem feinen Pass von Kruse über Bernd Leno (7.) und bejubelte sein erstes Saisontor. © Gumz
Werder spielte richtig guten Kombinationsfußball. So hätte Johannsson in der elften Minute beinahe auf 3:0 erhöht.
Werder spielte richtig guten Kombinationsfußball. So hätte Johannsson in der elften Minute beinahe auf 3:0 erhöht. © Gumz
Der nächste Treffer fiel dann aber auf Seiten der Leverkusener. Julian Brandt verkürzte auf 1:2 (31.).
Der nächste Treffer fiel dann aber auf Seiten der Leverkusener. Julian Brandt verkürzte auf 1:2 (31.). © nordphoto
Bei Werder lief viel über Florian Kainz. In der 39. Minute hämmerte der Österreicher den Ball aus der zweiten Reihe aufs Tor. Leno kratzte die Kugel aber aus dem oberen rechten Eck.
Bei Werder lief viel über Florian Kainz. In der 39. Minute hämmerte der Österreicher den Ball aus der zweiten Reihe aufs Tor. Leno kratzte die Kugel aber aus dem oberen rechten Eck. © Gumz
Es war ein super Fußballspiel in der BayArena. Hier im Duell: Maximilian Eggestein und Kevin Volland.
Es war ein super Fußballspiel in der BayArena. Hier im Duell: Maximilian Eggestein und Kevin Volland. © Gumz
In der zweiten Hälfte wurde Bayer immer stärker und spielte nun deutlich offensiver als in der ersten Halbzeit.
In der zweiten Hälfte wurde Bayer immer stärker und spielte nun deutlich offensiver als in der ersten Halbzeit. © Gumz
Das zahlte sich in der 55. Minute aus und wieder hieß der Torschütze Brandt. Der gebürtige Bremer schlenzte den Ball aus dem Stand ins rechte Eck.
Das zahlte sich in der 55. Minute aus und wieder hieß der Torschütze Brandt. Der gebürtige Bremer schlenzte den Ball aus dem Stand ins rechte Eck. © nordphoto
GER, DFB-Pokal Viertelfinale, Bayer 04 Leverkusen vs Werder Bremen,
Werder kam nun über Konter. Thomas Delaney kam nach Hereingabe von Milot Rashica zum Schuss, der Ball wurde aber noch abgefälscht. © nordphoto
Nach 90 Minuten blieb es beim 2:2 – es ging in die Verlängerung.
Nach 90 Minuten blieb es beim 2:2 – es ging in die Verlängerung. © nordphoto
Rashica hatte in der ersten Hälfte der Verlängerung eine gute Möglichkeit, sein Pass in die Mitte kam aber nicht an.
Rashica hatte in der ersten Hälfte der Verlängerung eine gute Möglichkeit, sein Pass in die Mitte kam aber nicht an. © Gumz
Karim Bellarabi und Kai Havertz stellten in der zweiten Halbzeit der Verlängerung auf den 2:4-Endstand aus Bremer Sicht.
Karim Bellarabi und Kai Havertz stellten in der zweiten Halbzeit der Verlängerung auf den 2:4-Endstand aus Bremer Sicht. © nordphoto

Quelle: DeichStube

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