Titel und Triumphe – Ex-Werder-Stars Mertesacker, Özil, Pizarro und Diego feiern

Der Jubel der Ehemaligen

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FA-Cup-Sieger mit dem FC Arsenal: Per Mertesacker.

Bremen - Vor fünf Jahren gewannen sie mit Werder Bremen den DFB-Pokal. Am Wochenende reckten Per Mertesacker, Mesut Özil, Diego und Claudio Pizarro wieder eine Trophäe in die Höhe – diesmal aber über ganz Europa verstreut.

 Insgesamt war es ein wildes Wochenende für ehemalige Werder-Profis mit Titeln und Triumphen, aber auch mit einer verpassten Auf- stiegschance.

Tatort Berlin 

Claudio Pizarro oder Sokratis – wer würde den DFB-Pokal gewinnen? Auf diese Frage konnte es nur eine Antwort geben: natürlich Pizarro. Der Bayern-Stürmer hatte vor dem Finale gegen Borussia Dortmund nur eins von sechs DFB-Pokal-Endspielen verloren – und zwar 2010, als er mit Werder 0:4 gegen den FC Bayern untergegangen war. Nun hat der Peruaner sechs Mal den Pott geholt, mit sieben Finalteilnahmen zudem den Rekord von Oliver Kahn eingestellt. Pizarro und der Pokal – es ist eben eine Never-ending-Story. Vielleicht holt der Stürmer, am Samstag als „Joker“ der Vorbereiter des Münchner 2:0, im kommenden Jahr sogar noch Pott Nummer sieben. Denn Pizarros Vertrag beim FC Bayern wird sehr wahrscheinlich um eine weitere Saison verlängert.

Tatort London 

Es sah schlecht aus für Per Mertesacker und Mesut Özil. Nach nur acht Minuten lagen sie mit dem FC Arsenal im Endspiel um den FA-Cup – dem englischen Pendant zum deutschen DFB-Pokal – gegen Außenseiter Hull City mit 0:2 zurück. Doch dann drehten die Gunners auf, gewannen nach Verlängerung mit 3:2. Und Mertesacker, von den Fans minutenlang als „big fucking german“ besungen, posaunte: „Wir lassen die Sau raus. Ich will nichts verpassen.“ So sah er dann gestern Morgen auch aus, als die Pokalsieger im offenen Doppeldecker-Bus durch den Londoner Stadtteil Islington fuhren. „Seid ihr auch so müde?“, fragte Mertesacker.

Nach neun Jahren voller Titel-Sehnsucht, Endspiel-Frust sowie Hohn und Spott von gegnerischen Fans hatten die Gunners endlich wieder eine Trophäe gewonnen. „In der Verlängerung hat man gesehen, dass wir die bessere Qualität hatten. Dieser Triumph gibt uns auch Selbstvertrauen für die neue Runde“, sagte Mertesacker, der seinen bis dato letzten Titel 2009 gewonnen hatte – mit dem SV Werder.

Tatort Barcelona 

Nein, Diego spielte auch in dieser Partie keine Hauptrolle, nicht mal eine Nebenrolle. Er kam im spanischen Meisterschaftsfinale zwischen dem FC Barcelona und Atletico Madrid erst gar nicht zum Einsatz. Was aber nicht bedeutete, dass der ehemalige Bremer Spielmacher nach dem 1:1, das Atletico die Meisterschaft bescherte, auf die Feier danach verzichtete. Diego darf sich nun auch spanischer Meister nennen – ein weiterer Titel in seiner recht beeindruckenden Sammlung.

In Brasilien, Portugal und Spanien war er nun Meister – demnächst vielleicht auch in der Türkei. Diego will Champions-League-Finalist Atletico offenbar verlassen. Verhandlungen mit dem nationalen Champion Fenerbahce Istanbul laufen.

Tatort Fürth 

Er hätte für viele Werder-Fans ein Bremer Held werden können. Niclas Füllkrug, von Werder an Greuther Fürth ausgeliehener Angreifer, hatte im Relegationsrückspiel den Treffer auf dem Kopf, der den Hamburger SV in die zweite Liga geschickt hätte. Doch der eingewechselte Füllkrug scheiterte an HSV-Keeper Drobny. Konsequenz: Ex-Werder-Talent Dennis Diekmeier bleibt mit Hamburg erst- und Ex-Werder-Talent Florian Trinks mit Fürth zweitklassig. Für Füllkrug gilt beides: Aufstieg verpasst, dennoch zurück in Liga eins. Der 21-Jährige kehrt nach abgelaufener Ausleihe im Sommer nach Bremen zurück – vermutlich nur vorübergehend, bis eine andere Lösung gefunden ist. Füllkrug hat sich mit nur sechs Saisontoren in Liga zwei nicht für höhere Aufgaben empfohlen. · csa

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