Allofs‘ Vorfreude

Joseph Akpala – heute wird er ein Bremer

Joseph Akpala

Bremen - Ganz fix ist es noch nicht, aber heute werden die letzten Hürden genommen – und dann kann Joseph Akpala als Neuzugang bei Werder Bremen präsentiert werden. Der nigerianische Stürmer vom belgischen Topclub FC Brügge ist seit gestern Abend in Bremen, absolviert heute Vormittag den Medizincheck.

Danach sollen letzte Details geklärt und die Unterschriften unter den Vertrag gesetzt werden. Denkbar, dass der 25-Jährige heute Mittag im Rahmen der Pressekonferenz für das Bundesliga-Eröffnungsspiel in Dortmund (morgen, 20.30 Uhr) vorgestellt wird.

Dass noch irgendetwas schiefgeht, glaubt Werders Sportchef Klaus Allofs nicht. „Es ist nichts unterschrieben und wir können es noch nicht vermelden, aber es ist sehr wahrscheinlich und sieht positiv aus. Wir haben uns mit Brügge auf die Rahmendaten geeinigt, die Untersuchung und das abschließende Gespräch mit dem Spieler stehen noch aus. Das wollen wir morgen machen“, sagte Allofs gestern Abend.

Zwischenzeitlich hatte der Transfer auf der Kippe gestanden, weil Werder nach dem Erstrunden-Aus im DFB-Pokal noch mal genau überlegen wollte, ob weiteres Geld ausgegeben wird. „Die Situation hatte sich verändert – nicht dramatisch, aber ein wenig. Wir haben das Für und Wider besprochen und sind dann zu der einstimmigen Entscheidung gekommen, es zu machen“, erklärte Allofs. Der siebenmalige nigerianische Nationalspieler Akpala, der auch die belgische Staatsbürgerschaft besitzt, kostet rund 1,5 Millionen Euro Ablöse und dürfte einen Vertrag über zwei oder drei Jahre bekommen.

Allofs ist froh über die Verstärkung im Sturm, die er schon vor mehreren Wochen angekündigt hatte: „Akpala ist ein Spieler, den wir da vorne mit seinen Attributen noch gut gebrauchen können – schnell, kantig, mannschaftsdienlich. Und er hat in einer ernst zu nehmenden Liga bewiesen, dass er Tore machen kann – nicht nur ein Mal, sondern permanent.“ In der vergangenen Saison traf Akpala in 48 Pflichtspielen 22 Mal.

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Neben Allofs und Mittelfeldmann Kevin De Bruyne, der Akpala aus der belgischen Jupiler Pro League kennt, breiten auch die anderen Bremer schon mal die Arme zum Willkommensgruß aus. „Wir haben schon sehr gute Stürmer, aber jeder starke Spieler hilft uns weiter. Ich denke, es ist eine gute Wahl“, meint Verteidiger Sokratis. „Ich habe mit Kevin (De Bruyne, Anm. d. Red.) gesprochen. Akpala ist ein robuster Spieler – und wenn er auch noch ein Knipser ist, umso besser“, findet Mittelfeldspieler Zlatko Junuzovic.

Für Mittelstürmer Nils Petersen ist der neue Mann eine ernsthafte Konkurrenz. Doch die Leihgabe des FC Bayern scheut den Kampf nicht: „Ich habe kein Problem damit. Das ist in Spitzenmannschaften eben so – und dazu zähle ich auch Werder. Ich weiß, was ich kann und werde alles tun, um meinen Platz zu behaupten“, verspricht Petersen. Morgen in Dortmund fehlt der Konkurrent noch, wird Akpala allenfalls auf der Tribüne sitzen. „Er ist auf keinen Fall im Kader“, sagt Allofs. Vermutlich wird der Nigerianer nächste Woche im Nordderby gegen den HSV erstmals dabei sein.

Mit diesem Transfer sind die Bremer Personalplanungen abgeschlossen, wie Allofs bestätigt: „Danach wird sicher Schluss sein.“ · mr

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