Der US-Isländer darf nach seiner Sperre wieder stürmen 

Johannsson ahnt: „Es wird nicht einfach“

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GER, 1.FBL, Training Werder Bremen

Bremen - Die Erinnerungen an seinen bisher einzigen Auftritt in Darmstadt hat Aron Johannsson (25) trotz seines Treffers offensichtlich ganz gut verdrängt. „War das mein letztes Spiel vor der Verletzung?“, fragte der Werder-Stürmer gestern Nachmittag. Ja, war es. Nach dem bitteren 1:2 beim Aufsteiger am 22. September 2015 fiel der damalige Neuzugang fast ein Jahr wegen Hüftbeschwerden aus. Inzwischen ist er wieder fit – dass Darmstadt für ihn am Samstag (15.30 Uhr) diesmal ein schönerer Ort wird, ist aber längst nicht gesagt. Denn der US-Isländer muss sich in dieser Trainingswoche richtig aufdrängen, um von Coach Alexander Nouri zurück in die Startelf geholt zu werden.

Aron Johannsson - Foto: nph

„Es wird ganz bestimmt nicht einfach“, ahnt Johannsson, der zuletzt tatenlos zusehen musste, wie andere Pluspunkte sammelten. Beim Auswärtsspiel in Gladbach hatte er wegen vermeintlicher Schiedsrichter-Beleididung (auf Englisch), die er hinterher vehement abstritt, die Rote Karte gesehen und wurde für zwei Spiele aus dem Verkehr gezogen. „Vielleicht sollte ich versuchen, mit den Schiedsrichtern künftig nur noch Deutsch zu sprechen“, witzelte Johannsson, fügte aber ernst an: „Es war ein Fehler von mir, dem Referee so hinterherzulaufen. Aber ich war eben frustriert.“

Als er gegen Mainz (1:2) und Wolfsburg (2:1) seine Sperre abbrummte und auf der Tribüne des Weserstadions mitfieberte („Ich habe geschrien und gejubelt“), betrieben seine Konkurrenten Ousman Manneh und Lennart Thy (Tor zum 1:1 gegen Wolfsburg) auf dem Rasen Eigenwerbung. Besonders angetan war Johannsson von der Leistung Mannehs, der zwei Mal hintereinander beginnen durfte und dem er vorab noch gut zugeredet hatte. „Ich habe

Keine Sorge, nicht im Kader zu sein

ihm gesagt: Spiel’ einfach drauflos und versuche, nicht nervös zu sein“, berichtete der US-Nationalspieler: „Er hat das dann richtig gut gemacht, hat viel Power. Ich weiß gar nicht, ob er immer noch auf dem Platz ist und rennt . . .“

Durch Manneh ist der Konkurrenzkampf nun auch im Sturm größer geworden. „Für das Team kann es nur gut sein, aber für den Trainer wird es schwieriger“, meinte Johannsson. Zu schwierig aber nicht, denn Nouri hat bei seinen Personalentscheidungen schon Mumm bewiesen und Spieler aus dem Kader gestrichen, von denen man das nicht unbedingt erwartet hatte. „Gesetzt ist so gut wie keiner“, betonte gestern auch Sportchef Frank Baumann.

Große Sorgen, am Wochenende in Darmstadt gar nicht dabei zu sein, macht sich Johannsson jedoch nicht: „Ich habe die Qualität, dem Team zu helfen. Das habe ich schon bewiesen, mit Toren oder Vorlagen.“ Und wenn es ihn doch erwischt? „Dann muss ich eben noch härter kämpfen. Ich gebe nie auf.“ - mr

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