Pferdekuss im Training, Kapitän an Krücken

Jetzt wackelt auch noch Fritz

Mit Krücken ins Auto: Clemens Fritz gestern Nachmittag am Weserstadion.

Bremen - Um Torjäger Claudio Pizarro (37) wird schon seit Tagen mächtig gezittert – und nun bangt Werder auch noch um seinen Kapitän. Clemens Fritz (35) bekam gestern Vormittag im Training einen schmerzhaften „Pferdekuss“ verpasst und droht (wie Pizarro) im Kellerduell am Samstag (15.30 Uhr) gegen den FC Augsburg auszufallen. Werder ohne seine beiden ältesten und erfahrensten Profis in diesem so wichtigen Heimspiel – das wäre richtig hart!

Fritz erwischte es im Trainingsspiel in einem Duell mit Levin Öztunali. „Ein normaler Zweikampf. Ich habe einen Schlag auf den rechten Oberschenkel bekommen“, berichtete Fritz. Er blieb liegen, musste sich von Physiotherapeut Holger Berger behandeln lassen, setzte sich dann mit schmerzverzerrtem Gesicht auf den silbernen Sanitätskoffer und humpelte kurz darauf in Richtung Kabine. Um kurz nach drei Uhr am Nachmittag ging Fritz dann zu seinem Wagen – an Krücken. „Die dienen der Entlastung, auf dem Bein ist genug Druck drauf. Das ist sehr unangenehm“, meinte der Mittelfeldmann später, nachdem er intensiv behandelt worden war. „Wir haben alles gemacht, was wir machen konnten. Und morgen geht es weiter“, erklärte Fritz, für den heute statt Teamtraining wieder Massagen auf dem Programm stehen. Ob die Schmerzen bis zum Wochenende verschwunden sind und er die Bremer gegen Augsburg aufs Feld führen kann, ist offen. Er habe „kein Gefühl“ dafür, ob es reicht oder nicht, sagte Fritz gestern Abend: „Mal sehen, wie es sich in den nächsten Tagen entwickelt.“

Geduld ist auch beim zweiten Bremer Sorgenkind gefragt. Claudio Pizarros Einsatz steht ebenfalls auf der Kippe. Er gibt alles, um rechtzeitig fit zu werden. Gestern kam er vormittags um kurz vor zehn Uhr am Weserstadion an und fuhr erst gegen halb drei am Nachmittag wieder weg. Zwischen Behandlungen und Individualtraining hatte Werders bester Torschütze (zwölf Treffer) ein kleines Filmchen als kleinen Mutmacher verbreitet. Es scheint ihm besser zu gehen. Pizarro veröffentlichte auf Instagram ein kurzes Video (gedreht von Pysiotherapeut Sven Plagge), das ihn gut

gelaunt auf einem Laufband im Kraftraum zeigt. „La Rehabilitacion“, sagte der 37-Jährige, reckte den linken Daumen hoch und grinste. Bei Twitter schrieb Pizarro dazu: „Vamos mejorando poco a poco!“ Es wird also Stück für Stück besser beim Peruaner, der von seiner Nationalmannschaft eine Rippenprellung und einen kleinen Faserriss in der Bauchmuskulatur mitgebracht und das Spiel in Dortmund (2:3) verpasst hatte. Ob Pizarro am Samstag mitwirken kann, hängt vom Heilungsverlauf in den kommenden Tagen ab. - mr

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