Spätes Gegentor und Pfosten-Pech ärgern Werder / Keine Ruhe im Abstiegskampf

„Jetzt hat’s uns erwischt“

+

Bremen - Von Malte Rehnert· Der Riesenschritt in etwas sicherere Tabellen-Gefilde war fast gemacht, doch dann geriet Werder Bremen noch mächtig ins Stolpern. Nach dem bitteren 1:1 (1:0) gegen Schlusslicht Borussia Mönchengladbach herrschte am Samstagabend zunächst Frust pur. „So sind wir weiter mittendrin. Wir sind nicht vorangekommen, treten auf der Stelle“, haderte Sportchef Klaus Allofs. Kapitän Torsten Frings sah’s ähnlich: „Ein Dreier hätte uns etwas Ruhe gebracht. Jetzt ist weiter Dampf angesagt.“

Für Werder war es nach dem 1:1 gegen Hannover und dem 2:2 gegen Leverkusen bereits das dritte Unentschieden in Folge im Weserstadion – und schon das vierte im neunten Rückrundenspiel. Die Bremer verbesserten sich mit ihrem dritten ungeschlagenen Spiel hintereinander (zwei Remis, ein Sieg) zwar vom 14. auf den zwölften Platz, verpassten es aber, sich mit einem Sieg ein bisschen aus der brandgefährlichen Abstiegsregion abzusetzen. Nach dem Sieg des VfB Stuttgart gestern Abend beim FC St. Pauli (2:1) beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz nur noch einen mickrigen Punkt.

Das Spiel in Bildern

Rückschlag in der Nachspielzeit

„Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen“, meinte Rechtsverteidiger Clemens Fritz: „Wir haben recht souverän gespielt, aber die Tore nicht gemacht.“ Etwa 85 Minuten lang hatten die Bremer Spiel und Gegner klar beherrscht, durch Sandro Wagner jedoch nur ein Mal getroffen (39.) und mehrere Großchancen ausgelassen. Allerdings hatten sie diesmal auch eine gehörige Portion Pech: Sandro Wagner (3./Pfosten), Tim Borowski (44./Latte) und Marko Arnautovic (89./Außenpfosten) scheiterten am Aluminium. „Es war wie verhext, der Ball wollte einfach nicht rein. Letztes Jahr ist noch jedes Ding reingeplumpst, aber da hatten wir eben auch einen Lauf“, sagte Keeper Tim Wiese.

Statt 3:0 oder 4:0 stand’s plötzlich 1:1. In der zweiten Minute der Nachspielzeit schlugen die lange extrem harmlosen Gladbacher gnadenlos zu. Nach einem Freistoß von Juan Arango gelang Verteidiger Dante, der nach einem Nasenbeinbruch mit einer Maske spielte, per Kopf das 1:1. „Das ist richtig bitter, wir haben zwei Punkte verschenkt“, stöhnte Mittelfeldmann Tim Borowski.

Frust nach dem Abpfiff

Frust nach dem Abpfiff

Über mangelndes Glück dürfen sich die Bremer aber nicht beklagen. Gegen Hoffenheim (2:1), Leverkusen und in Mainz (1:1) hatten sie selbst von Last-Minute-Treffern profitiert und dadurch wichtige Punkte geholt. „Da hatten wir einige Male dieses Quäntchen, aber jetzt hat’s leider uns erwischt“, meinte Allofs.

Das Gegentor hatte sich aber angekündigt. „In den letzten Minuten sind wir zu viel Risiko gegangen, das hätten wir minimieren und ruhig von Mann zu Mann spielen müssen“, kritisierte Trainer Thomas Schaaf, der trotz des unbefriedigenden Resultats nicht von einem Rückschritt sprechen wollte: „Es war wieder besser als in den letzten Wochen, wir nehmen viel Positives mit.“

Auch seine Spieler klangen, als die erste Enttäuschung verflogen war, schnell wieder ziemlich zuversichtlich. „Natürlich fehlen uns zwei Punkte, aber es war ein Fortschritt zu sehen“, urteilte Wiese. Und Fritz ergänzte: „Wir haben den Abstiegskampf angenommen. Man sieht, dass wir da unten unbedingt rauswollen. Und wenn wir so weitermachen, schaffen wir das auch.“

Das könnte Sie auch interessieren

Haben sich Ihre Fingernägel so verändert? Dann sofort zum Arzt!

Haben sich Ihre Fingernägel so verändert? Dann sofort zum Arzt!

Google Pixel 2 und Pixel 2 XL im Test

Google Pixel 2 und Pixel 2 XL im Test

Pizarros Treffer gegen Werder

Pizarros Treffer gegen Werder

FCB-Trainingsbilder: Vidal im Abschlusstraining dabei

FCB-Trainingsbilder: Vidal im Abschlusstraining dabei

Meistgelesene Artikel

„Das Abstiegsgespenst als Reisebegleiter? Nein, danke!“

„Das Abstiegsgespenst als Reisebegleiter? Nein, danke!“

Sargent verliert mit USA bei U17-WM

Sargent verliert mit USA bei U17-WM

Kein Trainingslager

Kein Trainingslager

Das passiert am Samstag

Das passiert am Samstag

Kommentare