Nach der Aufarbeitung der 0:6-Pleite muss gegen Frankfurt eine Reaktion kommen

Jetzt gilt’s, Werder!

Hoffnungsträger mit Fieber und Schnupfen. Ob Hugo Almeida heute auflaufen kann, war gestern noch fraglich.

Von Arne Flügge (Eig. Ber.) · „Grau is alle Theorie – entscheidend is auf'm Platz“, hat einmal ein kluger Kopf gesagt. Der gehörte Alfred „Adi“ Preißler, Anfang der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts deutscher Nationalspieler und mit 168 Treffern noch heute Rekordtorschütze von Borussia Dortmund.

Diese wohl bekannteste und auch treffendste Binsenweisheit des Fußballs müssen sich die Profis von Werder Bremen heute (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt dick auf die Fahne schreiben. Denn die vielen Diskussionen und Analysen der vergangenen Tage sind nichts wert, wenn die krisengeschüttelte Mannschaft von der Weser gegen die Hessen keine Reaktion auf dem Platz zeigt und endlich in die Erfolgsspur findet. Jetzt gilt’s, Werder!

Trainer Thomas Schaaf hatte sich schon am Donnerstag mit einem flammenden Appell an seine Spieler gewandt. Einsatz, Kampf und Laufbereitschaft wolle er gegen Frankfurt sehen. Das, was eigentlich selbstverständlich, den Bremer aber völlig abhanden gekommen ist. Der 49-Jährige will eine Mannschaft sehen, die 90 Minuten oder länger Gas gibt. Eine Mannschaft, die rackert, ackert und den Frankfurtern keine Luft zum Atmen lässt. „Wir haben den Gegnern das Leben zu leicht gemacht, um gegen uns Tore zu schießen. Wir waren einfach zu passiv“, moniert Schaaf, „und vorn waren wir selbst nicht zwingend genug, das Tor zu machen.“

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Das soll, das muss sich heute ändern. Doch wer, bitteschön, soll die Treffer erzielen? Stum-Ass Claudio Pizarro fehlt wegen eines Muskelfaserrisses, Marko Arnautovic trifft momentan kein Scheunentor, Nachwuchs-Angreifer Sandro Wagner enttäuschte bislang, und auch von den Mittelfeldspielern Marko Marin und Aaron Hunt ging zuletzt keine Gefahr aus. Bleibt als eigentlicher und letzter Hoffnungsträger Hugo Almeida. Der Portugiese ist mit sechs Bundesligatoren derzeit der erfolgreichste Bremer. Doch der 26-Jährige ist gesundheitlich angeschlagen. Am Donnerstag lag er mit einer Grippe im Bett, gestern verpasste Almeida auch das Abschlusstraining. Doch ein wenig Hoffnung hat Schaaf noch. „Wir müssen abwarten, vielleicht besteht noch eine Chance, auch wenn’s im Moment nicht danach aussieht.“

Doch wie immer die Bremer Startformation aussehen mag: Ausreden sind nicht mehr zugelassen. Diejenigen, die auf dem Platz stehen, müssen es richten. „Sie haben die Chance, sich zu beweisen“, sagt Schaaf.

Doch ausgerechnet jetzt kommt in Eintracht Frankfurt eine Mannschaft ins Weserstadion, die den Bremern so gar nicht liegt. In der vergangenen Saison gab’s für Werder zwei Niederlagen. Zudem hat die Eintracht seit dem 22. September nicht mehr verloren, grüßt derzeit picke-packe-voll mit Selbstvertrauen als Tabellenvierter. „Es gibt für uns keine Angstgegner“, behauptet Schaaf – und sagt trotzig: „Wir waren im letzten Jahr gegen Frankfurt nicht erfolgreich. Das hat uns wehgetan. Jetzt haben wir die Chance, es besser zu machen.“ Statistiken interessieren den Bremer Trainer vor dem immens wichtigen Spiel heute ohnehin nicht. „Wir müssen zusehen, dass wir endlich zu unserer Stärke finden und wieder erfolgreich spielen“, fordert der Werder-Coach. Entscheidend ist für die Bremer heute eben auf’m Platz . . .

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