Werder-Profi darf bei seiner Rückkehr nach Nürnberg spielen, weil Marin wohl fehlt

Jetzt ist Ekici dran: „Ich will zeigen, was ich kann“

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Gut gelaunt nach Nürnberg: Ausgerechnet an seiner alten Wirkungsstätte kehrt Mehmet Ekici in die Werder-Startelf zurück.

Bremen - Solche Geschichten schreibt nur der Sport: Hätte sich Marko Marin nicht verletzt, wäre Mehmet Ekici heute bei seiner Rückkehr nach Nürnberg definitiv nur ein trauriger Bankdrücker gewesen. Doch nun ist der Fünf-Millionen-Einkauf des SV Werder Bremen, der bislang an der Weser nicht so richtig in Tritt kam, ein fröhlicher Hoffnungsträger.

Nachdem er in den vergangenen Tagen freundlich jeglichen Kommentar zum Duell bei seinem Ex-Club abgelehnt hatte, nahm er sich gestern kurz Zeit und verkündete: „Das ist ein ganz wichtiges Spiel für mich, denn ich will zeigen, was ich kann.“

In Nürnberg dürften sie schon ein bisschen zittern. Denn im easyCredit-Stadion hat Ekici in der vergangenen Saison als Leihgabe des FC Bayern zahlreiche gute Auftritte hingelegt. Es gibt also keinen besseren Ort für den türkischen Nationalspieler, um wieder in Topform zu kommen. „Ich würde natürlich gerne an die Leistungen in Nürnberg anknüpfen“, gesteht Ekici: „Ich hatte beim Club eine wirklich tolle Zeit. Das ist schon ein Stück Heimat für mich, obwohl ich nur ein Jahr dort war. Deshalb freue ich mich ganz besonders auf dieses Spiel.“ Allerdings habe die Sache auch einen Haken: „Es ist gar nicht so einfach, gegen Freunde zu spielen.“

Mehmet Ekici

Mehmet Ekici

Fast noch schwieriger dürfte allerdings der Umgang mit den neuen Teamkollegen sein. Bislang hat es Ekici nicht geschafft, sich dem schnellen Werder-Spiel anzupassen. Ein Grund dafür war sein Ausfall in der Vorbereitung wegen Adduktorenproblemen. „Das war eine schwere Zeit“, erinnert sich der 21-Jährige, der in seinen ersten Trainingseinheiten für Werder so überzeugt hatte. Doch nach seiner Verletzung lief bei ihm nicht mehr viel zusammen. Nur einmal stand er in dieser Saison in der Startelf und lieferte bei der 0:1-Pleite in Leverkusen eine ganz schwache Leistung ab. Seitdem darf er nur noch als Joker ran. Ziemlich wenig für einen Topeinkauf, der Werder ein Jahr nach dem Verkauf von Spielmacher Mesut Özil endlich wieder kreativer machen sollte. Klagen will Ekici deshalb aber nicht und sich schon gar nicht von den Unkenrufen verrückt machen lassen, dass er vielleicht den Ansprüchen bei Werder nicht genüge. „Ich konzentriere mich voll auf Fußball, schaue nicht, was geschrieben und erzählt wird“, sagt er und erklärt: „Ich weiß, was ich kann. Und ich werde in Nürnberg alles geben. Hoffentlich gelingt mir ganz viel, aber es kann auch anders sein. Das ist nun einmal Fußball.“

Werder-Abschlußtraining

Werder-Training am Freitag

Ekici will sich nicht zu sehr unter Druck setzen und von einem Wechselfehler nichts wissen: „Ich fühle mich bei Werder sehr wohl. Es macht mir Spaß hier.“ Außerdem spüre er das Vertrauen der Verantwortlichen und der Kollegen. „,Memo‘ ist ein guter Spieler, er wird das packen“, prophezeit Marin. Und Trainer Thomas Schaaf hat bereits am Donnerstag versprochen, dass es bald einen richtig starken Ekici zu sehen gibt. Am besten schon heute, das würde die Geschichte perfekt machen. n kni

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