Nach dem 0:1 gegen Nürnberg gibt es eine schnelle Botschaft von Schaaf an die Mannschaft

Jetzt bloß nicht den Glauben verlieren

Claudio Pizarro gab Nürnbergs Keeper Raphael Schäfer zwar das Nachsehen, doch sein Schuss landete nur am Pfosten. ·

Bremen - Plötzlich gab‘s keine Interviews mehr. Trainer Thomas Schaaf hatte alle Werder-Profis in die Kabine zitiert. Zurück blieben verdutzte Journalisten, die vorsorglich die Minuten der Zusammenkunft zählten.

Schließlich soll es bei ambitionierten Clubs nach einer überraschenden 0:1-Heimpleite gegen so eine graue Maus wie den 1. FC Nürnberg durchaus mal zu einer Abrechnung mit den Verlierern gekommen sein. Doch Schaafs schnelle Botschaft war eine ganz andere, wie Clubchef Klaus Allofs später verriet: „Es gibt jetzt keinen Grund, an sich zu zweifeln. Die Spieler müssen den Glauben behalten, auf dem richtigen Weg zu sein. Das ist ganz, ganz wichtig.“

Bei Werder geht die Angst um, dass nach der ersten Niederlage in der Rückrunde nun der Absturz folgt. Platz fünf haben die Bremer schon an Leverkusen verloren. Nach oben blickt ohnehin niemand mehr. „Die Champions League ist für uns jetzt Geschichte“, stellte Sokratis klar, machte sich und seinen Kollegen aber ganz im Sinne von Schaaf Mut: „Wir können es in die Europa League schaffen.“

Aber wie? Heimniederlagen gegen einen Tabellen-zwölften sind bei europäischen Vorhaben eigentlich verboten. Doch der Abstand zu diesen Teams ist eben nicht mehr so groß, wie das zu besseren Werder-Zeiten einmal war. „Es ist nicht wie früher, dass sie diese riesenguten Spieler haben“, merkte Nürnbergs Keeper Raphael Schäfer an. Trotzdem hätte Schäfer den Platz auch als Verlierer verlassen können, sogar müssen, es sei nur an den Pfostenschuss von Claudio Pizarro (49.) oder die vergebene Riesenchance von Marko Marin (62.) erinnert. „Wir haben nicht so schlecht gespielt, aber kein Tor gemacht. Und wer seine Chancen nicht nutzt, muss dafür manchmal sehr teuer bezahlen“, stöhnte Sokratis.

Aber das war nur die halbe Wahrheit: Denn über weite Strecken hatte Werder auch das Problem, überhaupt in den gegnerischen Strafraum zu gelangen. „Wir haben unsere guten Aktionen nicht zwingend genug zu Ende gespielt“, analysierte Schaaf, der seiner Mannschaft in puncto Einsatzbereitschaft keinen Vorwurf machte und trocken feststellte: „Der Wille hat den Kopf ausgeschaltet. Das war alles nicht mehr so strukturiert und sinnvoll wie wir das wollen.“

Nach dem Führungstreffer von Alexander Esswein (65.) wurde Werder erst in den Schlussminuten wieder gefährlich. Und anders als noch gegen Hoffenheim, gab‘s diesmal keine Rettung mehr für diese junge Bremer Truppe, die vor einer Woche beim Nordderby in Hamburg noch so sagenhaft mit 3:1 triumphiert hatte. „Man muss kein Prophet sein, um zu sehen, dass wir mit dieser Mannschaft nicht immer die richtigen Antworten finden werden“, meinte Allofs. Der Werder-Boss hat sich auf eine Achterbahnfahrt eingestellt, auf der sich die nächste Station in Berlin wieder weiter oben befinden soll: „Dort müssen wir uns die drei heute verlorenen Punkte zurückholen.“ · kni

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