Lukimya soll bleiben / Prödls unsichere Pläne

Jetzt auch offiziell: Galvez kommt

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Kommt für drei Jahre an die Weser: Der Spanier Alejandro Galvez. ·

Bremen - Die Nachricht ist schon seit Wochen auf dem Markt, jetzt hat Werder Bremen dem Ganzen auch den öffentlichen Anstrich verpasst und verkündet: Alejandro Galvez wechselt vom spanischen Erstligisten Rayo Vallecano ablösefrei an die Weser. Der 24-Jährige hat einen bis 2017 datierten Vertrag unterzeichnet.

Mit dem spanischen Rechtsfuß wird aus dem bisherigen Innenverteidiger-Trio ein -Quartett – mit nun noch mehr Qualität, glaubt Werder-Manager Thomas Eichin: „Er ist ein sehr gut ausgebildeter Innenverteidiger, der seit mehr als zwei Jahren in der Liga des Welt- und Europameisters Erfahrungen und jede Menge Spielpraxis gesammelt hat. Ich bin mir sicher, dass er uns weiter stabilisiert.“

Galvez (Marktwert 2,5 Millionen Euro) hatte schon im Januar kurz vor einem Wechsel zu Werder gestanden, doch damals verhinderte die fällige Ablösesumme den Transfer. Jetzt ist der Mann mit dem schütteren Haar ablösefrei zu haben. In der Zwischenzeit hat er mitgeholfen, den Madrider Stadtteilclub Rayo Vallecano aus der Abstiegszone ins gesicherte Mittelfeld zu führen. „Er hat einen großen Anteil an der guten Rückrunde von Vallecano. Alejandro hat bewiesen, dass er eine Abwehr stabilisieren kann“, urteilt Werder-Coach Robin Dutt über den zweiten Bremer Neuzugang nach Mittelfeldmann Fin Bartels (vom FC St. Pauli).

In Alejandro Galvez holt Werder vor allem einen – sagen wir es vorsichtig – robusten Innenverteidiger. Denn der aus Granada stammende 1,90-m-Mann ist auf dem Platz ein nicht gerade zimperlicher Zeitgenosse. In der Primera Division sah er bei bislang 26 Einsätzen 13 Gelbe Karten – kassierte also in jedem zweiten Spiel eine Verwarnung. Gut möglich also, dass allein Galvez und Santiago Garcia (neun Gelbe, eine Gelb-Rote Karte in 22 Einsätzen) künftig für abgeschlagene Bremer Platzierungen in der Fair-Play-Tabelle sorgen.

Vorausgesetzt, der neue Mann für das Abwehrzentrum spielt auch. Bislang sind die Positionen mit Sebastian Prödl und Luca Caldirola besetzt. Assani Lukimya übernahm wohl oder übel die Rolle des ersten Nachrückers. Nun kommt Galvez dazu, und Coach Dutt freut sich „über eine weitere Option“. Dass Werder einen aus dem bisherigen Trio abgibt, schließt Thomas Eichin derweil aus. Caldirola gilt als Hoffnung für die Zukunft, und Spekulationen um Lukimya erstickt der Manager im Keim: „Wir geben Assani Lukimya nicht ab. Wir brauchen ihn hier bei uns.“

Bleibt noch Sebastian Prödl. Mit ihm will Werder den 2015 auslaufenden Vertrag vorzeitig verlängern. Der Österreicher ist grundsätzlich nicht abgeneigt, gestand dem österreichischen Portal „die presse.com“ aber auch Abwanderungsgedanken. Auf die Frage, ob er über die englische Premier League nachdenke, antwortete er unverblümt: „Die Insel ist natürlich immer interessant. Fußball in England ist verlockend – etwas Begehrenswertes. Ich habe jedenfalls so meine Gedanken.“ In seinen Überlegungen spielt Werder aber immer noch die größte Rolle. „Vielleicht werde ich hier noch zum Urgestein“, meinte Prödl und erklärte: „Wenn ich den Verein wechsle, dann gehe ich nur zu einem Club, der zu mir passt. Ich werde mir das alles reiflich überlegen.“ · csa

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