Jentzsch – trotz des „Handicaps“ ein Held

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Simon Jentzsch hielt den Punktgewinn für Augsburg fest.

Werder-Bremen -

AUGSBURG. Natürlich war er der gefragteste Gesprächspartner. Dutzende Mikrofone und Aufnahmegeräte reckten sich Simon Jentzsch entgegen, als er erklärte, wie er Werder Bremen trotz eines gebrochenen Ringfingers an der rechten Hand gestoppt hatte. Seine Glanzparaden gegen Claudio Pizarro retteten dem FC Augsburg letztlich das Remis gegen Werder Bremen. „Simon war heute ein unglaublich starker Rückhalt für uns“, erklärte FCA-Trainer Jos Luhukay. „Ich glaube, er hat die Stürmer teilweise zur Verzweiflung gebracht.“ Für Pizarro gilt das ganz gewiss. „Jentzsch hat unglaublich gehalten“, sagte der Werder-Torjäger.

Das „Handicap“ habe ihn während der 90 Minuten weit weniger behindert als gedacht, meinte der FCA-Keeper nach dem Spiel: „Es war schmerzhaft, aber im Spiel hast du so viel Adrenalin, da spürst du das nicht.“

Eine Spritze linderte den Schmerz, ein Tape stabilisierte den Finger. Am Ende verzichtete der 35-Jährige sogar auf einen extra angefertigten Spezialhandschuh. „Vom Kopf her“ habe er sich mit seinem „normalen Handschuh“ einfach besser gefühlt. „Manche Sachen kann man nicht erklären“, meinte Augsburgs Goldfinger.

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