HSV-Sportchef vor dem Nordderby gegen Ex-Club Werder

Jens Todt im Interview: „Die Sitten verrohen“

Jens Todt ist seit Januar 2017 Sportchef beim Hamburger SV.
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Jens Todt ist seit Januar 2017 Sportchef beim Hamburger SV.

Bremen - Er hat am Osterdeich gewohnt, hat mit Werder 1999 den DFB-Pokal gewonnen und hat noch heute viele Freunde in Bremen – am Samstag, ab 18.30 Uhr, wird Jens Todt (47) das aber komplett ausblenden.

Der Sportchef des Hamburger SV möchte mit seinem Verein durch einen Sieg im Nordderby die Negativserie von vier Pleiten am Stück beenden. Im Vorfeld hat er im Interview mit der DeichStube verraten, warum das Umfeld in Hamburg die Arbeit manchmal schwierig macht, welchen Anteil Klaus-Michael Kühne am Nichtabstieg im Vorjahr hatte – und weshalb er als ehemaliger „Spiegel“-Redakteur soziale Netzwerke meidet.

Herr Todt, Sie sind öfter mal in Bremen zu Besuch, dürften an Ihren letzten Aufenthalt in der Stadt aber keine guten Erinnerungen haben. Vor dem Nordderby im April flogen Farbbeutel gegen den Bus des HSV...

Jens Todt: Ja, aber wenn ich an den Tag zurückdenke, erinnere ich mich weniger an den Farbbeutelwurf als an die Niederlage (der HSV verlor mit 1:2, Anm. d. Red.). Klar habe ich mich damals kurz erschrocken. Intern war die Aktion bei uns aber kein großes Thema. Die Dinge im Vorfeld blenden wir in der Regel aus. Es geht ja um das Ergebnis. Es war damals ein wichtiges Spiel für uns, das wir leider verloren haben. Das soll am Samstag anders werden.

Befürchten Sie, dass es in Hamburg zu ähnlichen Szenen mit dem Werder-Bus kommen könnte?

Todt: Wir haben keinen Anlass, das anzunehmen. Wir wollen ein schönes Spiel sehen und hoffen, dass es drumherum friedlich bleibt.

Haben Sie vor dem Derby denn noch einmal explizit an die Fans appelliert?

Todt: Nein, weil ich denke, dass ein Extra-Appell nicht nötig ist. Wir sind mit den Fans ohnehin immer im Austausch über unseren Fan- und Sicherheitsbeauftragten.

Wie sehr trüben solche Aktionen denn Ihre Vorfreude auf ein Fußballspiel?

Todt: So etwas ist wahnsinnig ärgerlich und auch sehr schade. Es zeigt, dass die Sitten verrohen. Das betrifft ja nicht nur solche Attacken, sondern auch Kommentare im Internet oder Ähnliches. Diese Entwicklung gefällt mir überhaupt nicht.

Wie können Vereine dem entgegensteuern?

Todt: Erstmal, indem wir als Vereine vernünftig miteinander umgehen. Wir müssen zeigen, dass es eine ausschließlich sportliche Rivalität ist, die wir pflegen wollen.

Stichwort Rivalität: Wie erleben Sie persönlich die Woche vor einem Derby?

Todt: In der Stadt ist deutlich zu spüren, dass dieses Spiel für unsere Fans eine ganz besondere Bedeutung hat. Aber glauben Sie mir: Wir hatten in den letzten Monaten beim HSV so viele unglaublich wichtige Spiele, richtige Herzschlagspiele sogar, sodass wir darin ganz gute Übung haben. Das ist der positive Effekt der sportlich schwierigen Zeit, wenn man so will.

Jens Todt spielte von 1996 bis 1999 bei Werder Bremen.

Was macht für Sie den Reiz des Duells gegen Werder Bremen aus?

Todt: Diese jahrzehntealte Rivalität ist einfach etwas Schönes. Man will sich immer wieder messen. Beide Vereine hatten sportlich schon bessere Zeiten, das muss man ehrlicherweise sagen. Aber mit einem Derbysieg kann man die Fans auch wunderbar versöhnen. Sogar für mehrere Wochen, die vorher nicht so gut gelaufen sind. Diese Spiele gehören zum Schönsten, was eine Saison zu bieten hat.

Nach den Siegen an den ersten beiden Spieltagen war die Euphorie in Hamburg groß. Es folgten vier Pleiten in Serie ohne eigenes Tor. Wie ist das zu erklären?

Todt: In der Sportlichen Leitung sehen wir sowohl die Aufwärtsbewegungen als auch die Abwärtsbewegungen nüchterner als unser Umfeld. Wir haben uns über den vernünftigen Saisonstart gefreut. Die vier Niederlagen sind jetzt aber auch Realität, allerdings drei davon gegen Mannschaften, die Champions-League-Ambitionen haben. Natürlich haben wir momentan eine Negativserie, das reden wir auch gar nicht schön. Wir sind aber davon überzeugt, dass wir eine sorgenfreiere Saison haben werden als im vergangenen Jahr.

Darauf hofft der HSV seit Jahren. Woher kommt Ihre Überzeugung, dass Sie das Ruder rumreißen können?

Todt: Wir glauben an unsere Mannschaft und haben einen sehr guten Zusammenhalt. In der Rückrunde der vergangenen Saison ist wirklich etwas zusammengewachsen. Da überstehen wir auch mal solch eine schwere Phase.

Wie sehr nervt Sie denn die Schnelllebigkeit des Geschäfts? Bei Erfolg gibt es Lobeshymnen, bleibt er aus, oft harsche Kritik...

Todt: Die medialen Geschichten beeinträchtigen unsere Arbeit natürlich. Wir versuchen, uns davon so wenig wie möglich beeinflussen zu lassen in unseren Entscheidungen. Es geht darum, Maß und Mitte zu bewahren.

Haben Sie dafür spezielle Strategien? Es gibt zum Beispiel Profis, die aus Prinzip keine Zeitung lesen.

Todt: Ich verfolge keine Diskussionen im Internet. Ich lasse mich aber über die großen Themen von unserem Pressesprecher informieren.

Warum der Verzicht aufs Internet?

Todt: Weil Internetforen nie repräsentativ sind. Da hat eher derjenige den Impuls, sich zu äußern, der unzufrieden ist. Diejeniegen, die sagen: ,Eigentlich haben sie auch ein paar Dinge richtig gemacht’, melden sich eher nicht in solchen Foren.

Wie sehr hilft Ihnen Ihre Berufserfahrung als Journalist, um die Berichterstattung einordnen zu können?

Todt: Es schadet sicher nicht zu wissen, aus welchen Zwängen heraus manchmal Geschichten entstehen.

Bedeutet das, dass Sie da großes Verständnis haben, oder ärgern Sie sich trotzdem noch, wenn Sie Dinge lesen, mit denen Sie nicht einverstanden sind?

Todt: Ja, das gibt es auch. Aber ich habe Verständnis für die andere Seite, oder versuche es zumindest aufzubringen, weil ich eben bestimmte Strukturen kenne und weiß, wie manchmal gearbeitet werden muss.

Ist es beim HSV besonders schwer, in Ruhe arbeiten zu können?

Todt: Sagen wir es mal so: Es gibt sicherlich ruhigere Standorte auf der Fußballlandkarte in Deutschland. Aber es ist alles handhabbar. Dafür hat der HSV eine riesengroße Wucht. Das haben wir erlebt in der letzten Saison. Es gibt einen Riesenrückhalt und große Unterstützung in der Stadt und in der Region.

Jens Todt: Vom Werder-Profi zum HSV-Sportdirektor

Jens Todt
Bei seinem Heimatverein ASC Nienburg lernte Todt das Fußballspielen. In der Landesliga machte er auf sich aufmerksam, wechselte zunächst zum TSV Havelse, mit dem er den Aufstieg in die Zweite Liga schaffte, ehe der Bundesligist SC Freiburg anklopfte. © imago
Jens Todt
Einer seiner größten Höhepunkte der Karriere war die EM 1996. Todt wurde für das Finale der deutschen Nationalmannschaft nachnominiert und durfte sich nach dem 2:1-Siege gegen Tschechien Europameister schimpfen. Zum Einsatz war er aber nicht gekommen. © imago
Jens Todt
Im selben Jahr wechselte Todt zum SV Werder Bremen. Für die Hanseaten absolvierte er 97 Pflichtspiele, in denen der Mittelfeldspieler sieben Tore erzielte und 1999 den DFB-Pokal gewann. Nach drei Jahren verließ er den Club in Richtung Stuttgart, wo er beim VfB 2003 seine Karriere beendete. © imago
Jens Todt
Nach seiner Laufbahn als Fußballprofi hat Jens Todt schon viele Posten bekleidet. Das Amt als Sportdirektor beim HSV ist derzeit seine sechste Aufgabe im Profigeschäft. Dabei hatte Todt unterschiedliche Funktionen: Chefscout (Hertha BSC), Nachwuchskoordinator (HSV, VfL Wolfsburg), sportlicher Leiter (VfL Bochum) und Sportdirektor (Karlsruher SC). © nordphoto
Jens Todt
Drei Jahre war der heute 47-Jährige beim Karlsruher SC. Todt Traf mit dem Club in der Relegation 2014/15 sogar auf seinen jetzigen Arbeitgeber, den HSV. Mit dem KSC verpasste er den Aufstieg denkbar knapp. © nordphoto
Jens Todt
Todt ist nun seit Anfang Januar Sportdirektor beim HSV, nachdem er in Karlsruhe Ende November 2016 freigestellt wurde. Erst kurz im Amt, holte er mit Kyriakos Papadopoulos von Bayer Leverkusen per Leihe einen Erfolgsgaranten an die Elbe. Der Abwehrchef hat großen Anteil am Aufschwung der Norddeutschen. © imago
Jens Todt
Seit Todt beim HSV für Ordnung sorgt, geht es bei den Hanseaten wieder aufwärts. 20 Punkte holte der Club in der Rückrunde schon - genauso viele wie Werder, dem kommenden HSV-Gegner. © nordphoto

Mäzen Klaus-Michael Kühne hat angekündigt, seine Unterstützung künftig einstellen und dem Verein kein Geld mehr zur Verfügung stellen zu wollen. Wie bewerten Sie seinen Entschluss?

Todt: Ich werde keine medialen Inhalte kommentieren oder bewerten. Herr Kühne ist ein Freund des HSV und ein riesengroßer Unterstützer, der uns in der Vergangenheit sehr, sehr geholfen hat.

Hat er Ihnen signalisiert, was er dem Handelsblatt gesagt hat: Dass mit seiner Unterstützung Schluss ist?

Todt: Wir stehen in gutem und regelmäßigem Austausch mit ihm. Die Inhalte der Kommunikation zwischen Herrn Kühne und uns bleiben aber selbstverständlich intern. Sie sind kein Medienthema.

Wie gehen Sie denn mit den Spitzen aus Bremen um? Viele Werder-Verantwortliche haben sich kritisch über das Engagements Kühnes beim HSV geäußert.

Todt: Die Realität ist, dass ohne die Unterstützung von Herrn Kühne in der vergangenen Saison der Abstieg sehr viel wahrscheinlicher gewesen wäre. Insofern nehme ich das zur Kenntnis, aber das raubt mir nicht den Schlaf. Wir sind da total ehrlich: Der HSV muss kämpfen – sportlich und wirtschaftlich.

Wünschen Sie sich, was das ruhige Umfeld betrifft, manchmal Bremer Verhältnisse?

Todt: Das mag manche Dinge einfacher machen, aber intern im Verein haben wir totale Ruhe und verfolgen denselben Kurs. Unseren Standort können und wollen wir ja nicht ändern. Damit müssen wir umgehen.

Sowohl für den HSV als auch für Werder läuft es derzeit alles andere als rund. Wer steht am Samstag mehr unter Druck?

Todt: Wir haben drei Punkte mehr und spielen zu Hause, das ist sicherlich hilfreich. Aber großer Druck ist für beide Seiten da, das können wir auch nicht wegreden.

Was würde eine Niederlage im Derby für die Stimmung in Hamburg bedeuten?

Todt: Ich möchte nicht im Vorfeld über Niederlagen reden. Wir spielen zu Hause, und da haben wir schon viele hitzige Spiele gewonnen. Deswegen habe ich ein gutes Gefühl.

Wie bewerten Sie die Lage bei Werder?

Todt: Werder ist es gewohnt, aus begrenzten finanziellen Mitteln etwas Gutes zu machen. Der Verein hatte in der letzten Saison eine sehr schwierige Phase, aus der er sich grandios befreit hat. In Bremen gibt es in schwierigen Phasen immer den ganz großen Schulterschluss. Deswegen ist mit Werder immer zu rechnen.

Was kann der HSV noch von Werder lernen?

Todt: (lacht) Das ist jetzt aber eine Fangfrage. Darauf möchte ich nicht antworten. Ich weiß nur, dass wir auch einen großen Zusammenhalt haben und dass auch unsere Fans wie eine Wand hinter uns stehen.

Das Nordderby: Kuriose Fakten und spektakuläre Ereignisse

Symbolbild
Beim Nordderby im Jahr 1967 fand die erste Auswechslung der Bundesliga-Geschichte statt. Hamburgs Torhüter Arkoc Özcan hatte sich in der 18. Minute den kleinen Finger gebrochen – für ihn kam Ersatzkeeper Erhard Schwerin in den Kasten. Die Regel, die Auswechslungen ermöglichte, war erst kurz zuvor eingeführt worden. © imago sportfotodienst (Symbolbild)
Nordderby
Ende einer Serie: 36 Bundesligaspiele in Folge war der HSV zwischen den Jahren 1982 und 1983 ungeschlagen. Ausgerechnet Werder stoppte den Lauf des Rivalen. Die Grün-Weißen siegten 3:2. © imago sportfotodienst
Nordderby
Das Nordderby im Jahr 1972 wurde vor gerade einmal 8000 Zuschauern ausgetragen – Negativrekord. Weniger kamen davor und danach nie zum Duell der Nordrivalen. Ein Grund für das geringe Interesse: Kurz zuvor war der legendäre Bundesliga-Skandal aufgeflogen. © imago sportfotodienst
Nordderby
Ehrenrunde über dem Weserstadion: Nach Hamburgs Meisterschaft in der Saison 1982/1983 hatte Horst Hrubesch eine ganz besondere Idee. Auf dem Rückflug vom letzten Spieltag überredete der HSV-Profi den Piloten der Fokker-Maschine, eine Ehrenrunde über dem Weserstadion in Bremen zu drehen. © imago sportfotodienst
Nordderby
An diesen Tag erinnern sich die Bremer nur ungern. Am 27. November 1971 lässt Schiedsrichter-Legende Walter Eschweiler die Werder-Profis in der zweiten Halbzeit beim Auswärtsspiel in Hamburg mit HSV-Trikots auflaufen. Der Grund: Für Eschweiler waren sich Werder- und HSV-Trikots zu ähnlich – Verwechslungsgefahr! Weil Werder aber keine Ersatztrikots dabei hatte, mussten die Grün-Weißen die ungeliebte HSV-Raute auf der Brust tragen. © im ago/Future Image
Nordderby
Ailton ist eben doch ein Bremer! 2006 nagelte der Brasilianer im Trikot der Hamburger den Ball im Derby völlig freistehend aus acht Metern über das leere Tor. Der HSV unterlag 1:2. Durch die Pleite zog nicht Hamburg, sondern Bremen in die Königsklasse ein. Wenig später war Ailtons Zeit beim HSV beendet – er wurde verkauft. © imago images / Thorge Huter
Nordderby
Beim Derby 2008 versuchten die Hamburger im Kampf um die Champions-League-Plätze mit einem Psychotrick zu punkten: Beim Duell in Hamburg wurde die Gästekabine mit HSV-Flaggen ausstaffiert. Der erhoffte Erfolg blieb aus. Die Bremer ließen sich nicht beeindrucken, gewannen und wurden am Ende Zweiter in der Tabelle – der HSV musste sich mit Rang vier begnügen. © imago images / HochZwei/Christians
Nordderby
Werders höchster Auswärtssieg in Hamburg gelang am 22. September 2001 mit einem 4:0. Bremens gefeierter Held: Marco Bode. Der Stürmer erzielte einen Treffer selbst und bereitete zwei weitere vor. Der höchste Heimsieg war in der Meistersaison 2004 sogar ein 6:0. © imago images / Kolvenbach
Nordderby
Das wohl berühmteste Tor der Nordderby-Geschichte: Frank Baumanns Kopfballtreffer bedeutet für Werder den Einzug ins UEFA-Cup-Finale 2009. Es sorgte auch für einen der drei Werder-Siege gegen den HSV in drei Wettbewerben binnen 19 Tagen. Kurios war aber auch die Entstehung der Ecke vor Baumanns Tor: Der Ball hoppelte über eine Papierkugel, die ein HSV-Fan auf den Rasen geworfen hatte. HSV-Abwehrmann Michael Graavgaard traf den Ball nicht richtig - es gab Ecke für Werder. © imago
Nordderby
Ausgerechnet ein Wahl-Hamburger ersteigerte die legendäre Papierkugel. Matthias Seidel, Gründer von „transfermarkt.de“, erwarb die Kugel, um sie später im Werder-Museum ausstellen zu lassen. © imago images / Philipp Szyza
Nordderby
Adrian Maleika. Der Name steht synonym für die größte Tragödie der Derby-Geschichte. Der Werder-Fan wurde vor dem Spiel am 16. Oktober 1982 auf dem Weg ins Volksparkstadion von Hamburger Hooligans brutal angegriffen. Bei einem Steinwurf erlitt der 16-jährige Lehrling einen Schädelbasisbruch und Gehirnblutungen. Einen Tag später starb er. Er gilt als erstes Todesopfer bei Hooligan-Übergriffen in Deutschland. © imago
Nordderby
Noch eine der ganz bitteren Geschichten des Nordderbys: Am 20. September 1989 spielte Ditmar Jakobs sein letztes Bundesliga-Spiel. Im Weserstadion rutschte der HSV-Verteidiger bei einer Rettungsaktion ins Tor. Dort bohrte sich ein defekter Karabinerhaken der Toraufhängung in seinem Rücken. Jakobs kam nicht mehr los, der Haken musste mit einem Skalpell herausgeschnitten werden. Dabei wurden seine Nerven so stark verletzt, dass an Profisport danach nicht mehr zu denken war. © imago
Nordderby
Niederlagen sind nie schön, die am 14. Mai 1988 gegen den HSV gilt aber als eine der schönsten Werder-Pleiten. Die Mannschaft von Trainer Otto Rehhagel ging zwar zu Hause mit 1:4 gegen die Hamburger baden. Aber das juckte keinen: Die Bremer hatten die zweite Deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte schon perfekt gemacht - und durften nach dem Spiel die Schale vor den Augen des Rivalen in die Höhe recken. © imago
Nordderby
So unschön die Szene, so schnell wurde sie auch legendär: Werder-Keeper Tim Wiese verwechselte im Mai 2008 Fußball mit Kung Fu und senste beim Herauslaufen HSV-Stürmer Ivica Olic derart um, als wolle er ihm den Kopf abtreten. Ob Wiese da schon den Gedanken an eine Karriere im Wrestling entwickelt hat? Franz Beckenbauer sprach danach von Mordversuch, ein Unbekannter stellte sogar Strafanzeige wegen versuchten Totschlags. Der Schiedsrichter zeigte im Spiel jedenfalls nur Gelb. © imago
Nordderby
Klar ist: Werder Bremen gegen den Hamburger SV - es ist das ewige Duell der Bundesliga. Kein Spiel gab es häufiger. Zum 100. Nordderby präsentierten die Werder-Fans im Weserstadion eine beeindruckende Choreografie. „100 Spiele wie im Märchen“, schrieben die Fans und klappten das Geschichtsbuch auf. Am Ende stand: „Und die Moral von der Geschicht‘, Bremen ist geil, Hamburg nicht.“ © imago images / osnapix

Quelle: DeichStube

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