Gerüchte um Hasenhüttl, Scholl kein Thema

14 Jahre Schaaf – was kommt dann?

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Thomas Schaaf ist heute auf den Tag genau 14 Jahre Cheftrainer des SV Werder Bremen.

Bremen - Ob sich Thomas Schaaf ein Gläschen genehmigt? Eher nicht. Der 52-Jährige ist zwar heute auf den Tag genau seit 14 Jahren Cheftrainer der Werder-Profis und damit viel länger im Amt als die meisten seiner Kollegen, doch das dürfte ihn herzlich wenig interessieren.

Denn die Bremer stecken noch immer im Abstiegskampf – und ob der Club über die Saison hinaus mit ihm plant, ist ungewiss. Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer ist ob der ständigen Nachfragen nach der Schaafschen Zukunft inzwischen leicht genervt und meinte getern: „Wir werden uns nach der Saison zusammensetzen und eine Analyse machen. Thomas Schaaf hat hier einen Vertrag bis 2014, mehr gibt es dazu nicht zu sagen.“

Aber zu fragen: Traut Werder dem Dauerbrenner-Coach zu, den Verein nach drei sehr mageren Jahren wieder in höhere Gefilde zu führen? Und welche Alternativen gibt es? Intern diskutieren die Verantwortlichen, die sich bei geschafftem Klassenerhalt wohl schon nächste Woche zusammensetzen würden, mit der gebotenen Weitsicht über mögliche Nachfolger. Bei diesen Gedankenspielen soll nach Informationen dieser Zeitung auch der Name Thorsten Lieberknecht (39) gefallen sein. Nach dem Bundesliga-Aufstieg von Eintracht Braunschweig hat sich die Sache aber erledigt. Gleichwohl würde ein Trainertyp wie Lieberknecht – jung, hungrig, erfolgreich – im Fall der Fälle aber ins Bremer Anforderungsprofil passen. In Aalen wird bereits gemunkelt, dass Ralph Hasenhüttl, Coach des Zweitliga-Achten, in den Bremer Fokus geraten ist.

Große Namen wie Huub Stevens oder Ralf Rangnick sind dagegen kein Thema an der Weser – ebenso wenig wie das Bremer Dauer-Gerücht Mehmet Scholl und Werders Ex-Profi Valerien Ismael. Der Franzose, derzeit bei Regionalligist Hannover 96 II, übernimmt wahrscheinlich die Reserve des VfL Wolfsburg. Und weil er erst in der kommenden Saison seine Fußballlehrer-Lizenz erwerben will, wäre ihm die Doppel-Belastung ohnehin zu groß.

14 Jahre Thomas Schaaf bei Werder Bremen

Noch aber zählt bei Werder die Gegenwart und das Heimspiel morgen gegen Frankfurt. Da wollen die Bremer Profis gewinnen – auch für Schaaf, wie Nils Petersen betont: „Wir tun gut daran, ihm mit einem Sieg ein Geschenk zu machen. Er hat es am meisten verdient.“ · mr/kni

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