Für ein Jahr zu Rizespor 

Makiadi flieht in die Türkei

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Cedrick Makiadi wollte im Herbst seiner Karriere nicht nur Zuschauer sein, deshalb ist er in die Türkei gewechselt.

Bremen - Egal, mit wem man bei Werder über Cedrick Makiadi spricht, ein Wort taucht dabei immer auf: Musterprofi. Trotzdem wird der 31-Jährige als ein Transferflop in die Vereinsgeschichte eingehen. Denn den hohen Erwartungen wurde er nicht gerecht.

Werder lässt ihn sogar ablösefrei zum türkischen Erstligisten Caykur Rizespor ziehen, um zumindest Gehalt von knapp einer Million Euro bis zum Vertragsende im Sommer 2016 zu sparen. Eine bittere Geschichte, schließlich war Makiadi vor zwei Jahren für eine Ablöse von drei Millionen Euro vom SC Freiburg losgeeist worden. Auf ausdrücklichem Wunsch des damals neuen Trainers Robin Dutt.

Dutt ist bei Werder seit zehn Monaten Geschichte – Makiadi nun auch. Denn unter Viktor Skripnik wurde aus dem Stammspieler erst ein Joker und in dieser Saison dann ein Tribünengast. Für Makiadi ein klares Signal. Und im Herbst seiner Karriere wollte er nicht tatenlos zuschauen und dafür sein Geld kassieren. „Ich brauchte einfach eine Veränderung“, sagt der Deutsch-Kongolese: „Jetzt war die Zeit für mich nach zehn Jahren im deutschen Profifußball mal etwas absolut anderes zu machen.“

Immerhin stehen 225 Bundesliga-Spiele in seiner Statistik – 129 für den SC Freiburg, jeweils 48 für den VfL Wolfsburg und Werder. In Bremen sollte er Führungsspieler werden, ein zweiter Sechser, der hinten abräumt, nach vorne Dampf macht und dabei auch noch Torgefahr ausstrahlt. Letzeres gelang ihm nur ein Mal – am 3. November 2013 beim 3:2-Heimsieg gegen Hannover. Makiadi kam nur selten über die Rolle des Mitläufers hinaus. Und irgendwann wurde speziell er mitverantwortlich dafür gemacht, dass es unter Dutt nicht lief. Die beiden standen für den Misserfolg.

Doch Makiadi will nicht jammern. Im Gegenteil, er schaut sogar positiv zurück. „Es war eine Ehre, das Trikot von Werder zu tragen“, betont der 31-Jährige. Von ihm kommt kein böses Wort, er nimmt es professionell.

Obraniak-Wechsel noch nicht perfekt

Dass der Mittelfeldspieler sportlich noch wertvoll sein kann, hat er im Januar bewiesen. Da gehörte er zu den Leistungsträger, als er mit der Demokratischen Republik Kongo sensationell Platz drei beim Afrika-Cup holte. Seine Karriere in der Nationalmannschaft hat er inzwischen beendet. Makiadi will sich auf seinen Club konzentrieren. Der heißt seit gestern Caykur Rizespor, in Bremen seit einem halben Jahr nicht nur absoluten Fußball-Experten bekannt. Denn im Januar fand dort Ludovic Obraniak eine neue sportliche Heimat. Doch das Leihgeschäft im Sommer endete, der Pole kehrte nach Bremen zurück. Nun ist er in Israel, aber der Transfer zu Maccabi Haifa noch nicht ganz perfekt.

Makiadi kann dagegen voll loslegen. „Ich soll am Sonntag schon spielen.“ Dann steht das Auswärtsspiel bei Eskisehirspor an. Für ein Jahr hat er bei den Türken unterschrieben – und das zeigt: Es ging ihm darum, wieder regelmäßig zu spielen. Ein Musterprofi eben.

kni

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