Großeinsatz der Polizei war aber nur eine Übung / Beamte gegen Beamte

Jagdszenen am Weserstadion

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Eingekesselt: Etliche Polizeibeamte haben ihre eigenen Kollegen, die gestern als grölende Fußball-Fans fungierten, umzingelt

Bremen - (mr) · Auf dem Platz trainierten die Werder-Profis, unweit davon ging’s richtig rund. Lautes Gebrüll, dazu immer wieder explodierende Knaller: Die Anwohner am Weserstadion werden sich gestern Vormittag ziemlich erschrocken und vereinzelt vielleicht die Polizei gerufen haben.

Doch die war schon da! Was aussah, wie ein Aufmarsch einer Horde Hooligans, war nur eine Übung der Bremer Ordnungshüter – allerdings eine, die täuschend echt wirkte. Ein Großaufgebot an Polizisten, angereist in zahlreichen Bussen, stellte sich dann den Fußball-Fans – die in Wirklichkeit ihre Kollegen sind – energisch entgegen.

Polizeiübung am Weserstadion

„Rund ums Weserstadion hat sich wegen der Umbauarbeiten einiges verändert, zum Beispiel Wege oder Ab- und Zugänge. Da muss sich auch die Polizei erst mal zurechtfinden – deshalb die Übung. Die Maßnahme bezog sich nicht auf das HSV-Spiel (das Nordderby in Bremen steigt am 25. September, Anm. d. Red.)“, erklärte Polizei-Pressesprecher Gundmar Köster gestern und fügte an: „Wir hätten auch eine nette Begehung machen können, aber wir wollten möglichst realistische Bedingungen haben.“

Das gelang: Viele Beamte, die die Fans spielten, hatten sich extra „ein wenig verkleidet“, sagte Köster. Teilweise vermummten sie sich sogar mit dicken Kapuzenpullis, außerdem grölten sie und zündeten Silvester-Böller. Wie viele Polizisten an dem ungewöhnlichen und etwa von 10.00 bis 12.00 Uhr dauernden Einsatz beteiligt waren, wollte Köster nicht genau sagen. Auf jeden Fall waren es aber „mehr als 100 und weniger als 500“. Um die Mittagszeit stiegen die „Störer“ (Köster) dann wieder in ihre beiden grünen Polizeibusse und fuhren davon.

Die Polizei will den Großeinsatz nun auswerten und dann entscheiden, wann der nächste dieser Art angesetzt wird. „Wir werden jetzt sicher nicht jede Woche üben“, meinte Köster, „aber von Zeit zu Zeit immer mal wieder.“

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