Izet Hajrovic über den Wechsel-Ärger und die Messi-Robben-Vergleiche

„Ich bin mit meinem Kopf zu 100 Prozent bei Werder“

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Izet Hajrovic arbeitet hart an sich – und hat schon sehr viel aufgeholt.

Beim Team-Triathlon war Werders Izet Hajrovic mit seinen Mitstreitern Nils Petersen und Raphael Wolf mäßig erfolgreich. Nach dem Schwimmen noch Letzter, kämpfte sich das Trio beim Laufen und dem abschließenden Radfahren immerhin noch auf Platz vier vor.

„Damit kann man zufrieden sein“, sagte der Neuzugang. Aber natürlich wurde Hajrovic als Fußballer nach Bremen geholt – und da sieht sich der 22-Jährige mittlerweile auf einem guten Weg. Am sechsten Tag des Trainingslagers im Zillertal sprach der bosnische Nationalspieler über . . .

Beim Testspiel gegen Wacker Innsbruck (5:2) trug er erstmals das Werder-Trikot und bereitete per Ecke das 3:2 von Santiago Garcia vor.

„Ich habe mich sehr wohl gefühlt, hatte einige Aktionen und hätte auch ein Tor schießen können. Man merkt aber noch, dass ich nach der WM drei Wochen keinen Ball mehr am Fuß hatte. Ich muss die Laufwege besser kennenlernen und den Rückstand aufholen. Da brauche ich ein bisschen Zeit. Es wird aber von Tag zu Tag besser. Der Trainer hat mir gesagt, dass ich schon viel weiter bin als ganz am Anfang und er zufrieden mit mir ist.“

In der Vergangenheit kam der 22-Jährige meistens über den rechten Flügel, gegen Innsbruck spielte er im Zweiersturm.

„Die Position ist mir überhaupt nicht fremd, ich habe sie in der Schweiz ein paar Mal gespielt. Sie passt auch zu mir.“

Gegen Innsbruck durfte Hajrovic fast alle Ecken und Freistöße ausführen.

„Standards zähle ich zu meinen Stärken – und ein Mal hat es gut geklappt.“

„Hier wird ziemlich offensiver Fußball gespielt, mit offensivem Pressing“, hat Hajrovic bereits gemerkt: „Aber das kenne ich aus Zürich, das habe ich dort unter Trainer Ciriaco Sforza gelernt. Ich denke, ich brauche deshalb nicht so lange, bis ich mich eingespielt habe. Und wir haben in der Vorbereitung noch einige Wochen Zeit. Ich werde alles geben, um dann bereit zu sein für den Start.“

Nach der Schweizer und der türkischen Liga lernt Hajrovic nun bald die deutsche Bundesliga kennen.

„Da gibt es viele bosnische Nationalspieler. Auf diese Spiele freue ich mich besonders. Und natürlich auf die Top-Teams Bayern und Dortmund.“

Wegen seines Weggangs aus Istanbul wurde der Neu-Bremer bei „Facebook“ von einigen übel beschimpft.

„Das war zum Teil krass, was da geschrieben wurde, auch gegen meine Familie. Die Art und Weise finde ich total daneben. Aber ich glaube, dass sich die Aufregung mit der Zeit legen wird.“

Nach nur einem halben Jahr war beim türkischen Traditionsclub schon wieder Schluss. Hajrovic klagte bei der Fifa wegen ausstehender Gehälter, die Türken klagten auf Schadensersatz und verweigerten die Freigabe. Deshalb ist der Transfer zu Werder noch immer nicht 100-prozentig fix.

„Der Wechsel nach Istanbul war überhaupt kein Fehler, sondern eine Super-Erfahrung. Die Fans dort sind absolut fußball-verrückt. Da sind 55000 im Stadion – und du denkst, es sind 90000. Ich hatte dort in Liga, Pokal und Champions League insgesamt zwölf Einsätze und habe vor allem von den Stars wie Didier Drogba oder Wesley Sneijder viel gelernt. Der Wechsel-Wirbel belastet mich nicht. Sie können klagen, solange sie wollen. Ich bin mir sicher, dass alles richtig und rechtens ist. Ich bin jetzt mit meinem Kopf zu 100 Prozent bei Werder.“

Hajrovic hat bosnische Wurzeln, ist aber in der Schweiz geboren und aufgewachsen. Er durchlief dort die Jugend-Nationalteams und absolvierte zwei Freundschaftsspiele für die „Nati“. Dann entschied er sich für Bosnien.

„Beide Länder sind in meinem Herzen. In Bosnien sehe ich bessere Chancen für meine Karriere, weil ich dort mehr spielen kann.“

Die einen vergleichen Hajrovic mit Lionel Messi (wegen der Optik), die anderen mit Arjen Robben (wegen des Spielstils).

„Wenn man sagt, ich bin wie Robben, ist das falsch. Die Spielweise ähnelt sich, aber Robben ist eine ganz andere Kategorie. Er hat fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Und die Messi-Vergleiche habe ich schon tausend Mal gehört. Einige meinen auch, ich sehe Miroslav Klose oder Frank Lampard ähnlich. Wenn ich solche Vergleiche höre, sage ich Danke. Und dann ist es auch gut.“ mr

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