Izet Hajrovic erleichtert über Freigabe

Zwei Schritte vor – und einer zurück

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Morgen macht Izet Hajrovic (Bild) Jagd – erst auf Tore gegen Chelsea, dann auf das Trikot seines Kumpels Didier Drogba.

Bremen - Etwas widersprüchlich kommt Izet Hajrovic schon daher. Einerseits sei ihm „richtig ein Stein vom Herzen gefallen“, als ihn am Donnerstag die Nachricht von der Freigabe durch die Fifa erreichte. Andererseits habe er sich aber nie wirklich Sorgen gemacht, dass sein Wechsel von Galatasaray Istanbul zu Werder Bremen noch platzen könnte: „Ich wusste von Anfang an, dass Galatasaray keine Chance hatte. Ich hatte überhaupt keine negativen Gedanken.“ Erleichterung ohne vorherigen Sorgen – das geht also auch.

Hajrovic hatte von seinem Recht Gebrauch gemacht, wegen ausstehender Gehaltszahlungen fristlos zu kündigen. Er ging, Werder nahm ihn ohne Ablöse zu zahlen auf, die Fifa erklärte alles für rechtens, erteilte die Spielerlaubnis. „Für mich ist die Sache jetzt durch“, meint der Offensiv-Allrounder. Für Galatasaray aber nicht. Die Türken kündigten gestern an, bis zur letzten Instanz kämpfen zu wollen – was bedeutet: Die Angelegenheit landet tatsächlich vor dem Internationalen Gerichtshof in Lausanne. Aber das ist wohl nur noch juristisches Geplänkel.

Hajrovic sagt, dass er nicht mehr an „Gala“ denkt, nur noch an Werder. Er will sich auch nicht mehr mit seinem Ex-Club um ausstehende Gehälter streiten. „Ein Teil dessen, was der Club mir noch geschuldet hat, wurde überwiesen. Damit ist es gut, ich will nichts mehr fordern.“ Die Konzentration gilt der neuen Aufgabe, die – so sagt er es – im Vergleich zum Champions-League-Teilnehmer Galatasaray „ein Schritt zurück“ sei. Aber: „Der Wechsel von Grasshopper Zürich zu Gala waren auch zwei Schritte auf einmal.“ So gesehen ist der 22-Jährige jetzt wieder im Karriereplan und freut sich auf die Bundesliga, „eine der stärksten Ligen der Welt“.

Vor allem freut sich Izet Hajrovic aber auf morgen, auf den Test gegen den FC Chelsea. „Mein erstes Spiel im Weserstadion – und dann noch gegen einen Gegner wie Chelsea. Da müssen wir alles geben und unseren Fans zeigen, wie weit wir schon in der Vorbereitung sind.“ Für ihn persönlich wird es auch ein Wiedersehen mit Didier Drogba, der zuletzt ebenfalls für Galatasaray spielte, erst vor wenigen Tagen zu Chelsea wechselte. „Er ist mein Kumpel, wir haben in Istanbul viel gemeinsam unternommen“, sagt Hajrovic und lobt den 36-Jährigen als „super Typen mit einem tollen Charakter“. Er wird, so viel ist klar, morgen Jagd machen auf das Trikot des Stürmerstars: „Wenn er spielt, frage ich ihn mal.“

csa

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