Zum Start des Freimarktes wünscht sich Bremen heute einen Werder-Sieg

„Ischa Freiburg!“

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Sebastian Prödl (l.) und Clemens Fritz peilen heute einen Heimsieg gegen den SC Freiburg an, wissen aber, dass sie gegen den Vorletzten kein Freispiel haben. ·

Bremen - Bremen ist in Feierlaune. Gestern hat der 978. Freimarkt begonnen – und damit das Start-Wochenende des größten Volksfestes im Norden als richtig gelungen bezeichnet werden kann, braucht es natürlich auch einen Werder-Sieg im Weserstadion.

Die Vorzeichen dafür stehen nicht schlecht, heißt der Gegner heute (15.30 Uhr) doch SC Freiburg, ist nach acht Spieltagen in der Bundesliga noch ohne Sieg und deshalb Vorletzter. Aber Achtung: Die Formel „Freimarkt + Freiburg = Freispiel für Bremen“ gilt nicht, sagen die Werder-Profis.

„Viele denken: Freiburg ist Vorletzter – das muss man ja gewinnen. Aber in der Position, so denken zu können, befinden wir uns nicht“, sagt Clemens Fritz, der sich beim aktuellen Entwicklungsstand der eigenen Mannschaft freiwillig niemals über ein anderes Team stellen würde. „Ich kann es nur immer wieder betonen“, setzt er an und betont es dann auch immer wieder: „Wir müssen uns jeden Punkt hart erarbeiten.“

Weil das in den vergangenen drei Partien recht gut geklappt hat, Werder einmal gewann und zweimal unentschieden spielte, sind die Erwartungen an die Mannschaft schon wieder ein kleines Stück gewachsen. Manch einer aus der grün-weißen Anhängerschaft denkt angesichts von elf Punkten aus acht Spielen und Rang neun schon wieder mehr an den Kampf um die internationalen Plätze als an den um den Klassenerhalt. Dabei ist speziell in den vergangenen beiden Heimspielen deutlich geworden, wie unfertig und damit anfällig das von Trainer Robin Dutt mit Akribie bearbeitete fußballerische Gebilde noch ist. Drei Gegentore beim 0:3 gegen Eintracht Frankfurt, drei Gegentore auch beim 3:3 gegen den 1. FC Nürnberg. Es waren Spiele, in denen Werder mutig, sprich: offensiv, sein wollte. Das Ergebnis: Das Team kassierte in diesen beiden Partien exakt die Hälfte aller bislang gefangenen Treffer. „Kein Zufall“ sei dies, sagt Dutt im Interview mit „spiegel-online“: „In Heimspielen besteht bei uns die Gefahr, dass wir von der Begeisterung unserer Fans in Gefilde getragen werden, in denen wir uns noch nicht so gesund bewegen.“ Soll heißen: Zu viel Offensive macht Werder krank.

Was das nun für die Partie gegen den SC Freiburg heißt? Die logischste Konsequenz wäre es, das eigene Heil wieder in der Defensive zu suchen. Oder zumindest in einer abwartenderen Spielweise. Aber muss sich Werder tatsächlich vor dem SC Freiburg, dem Ex-Verein von Coach Dutt, ducken? Der Trainer dazu: „Der SC steht schlechter da, als er gespielt hat. Die Tabelle ist da momentan noch nicht sonderlich aussagekräftig. Die Mannschaft hat die Qualität für einen Mittelfeldplatz.“

Es ist mehr die Überzeugung als die Höflichkeit, die dabei aus Robin Dutt spricht. Auch Innenverteidiger Sebastian Prödl sieht in der Truppe aus dem Breisgau nicht zwingend einen Abstiegskandidaten. „Sie werden irgendwann den Turnaround schaffen“, sagt der Österreicher. Irgendwann sollte aber bitte schön nicht heute sein. Prödl: „Wir wollen sorgenfrei durch die Saison gehen. Jetzt zu punkten, würde uns dabei sehr helfen.“ Der Feierlaune in Bremen wären drei Zähler überdies enorm hilfreich. Und vom fröhlichen Spruch „Ischa Freimaak“ zum ausgelassenen Jubel „Ischa Freiburg“ ist es dann auch nicht mehr weit. · csa/mr

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