Bei Werder klappt‘s nicht – deshalb geht er

Ignjovski will nur eins: die „Sechs“

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Es geht ihm nicht ums Geld: Aleksandar Ignjovski will im zentralen Mittelfeld spielen – und sucht daher einen neuen Verein. 

Bremen - Ging es ihm ums Geld? Nein, „daran lag es nicht“, versicherte Aleksandar Ignjovski gestern. Fühlt er sich nicht mehr wohl bei Werder? Doch, „das ist ein Super-Verein“, unterstrich der Defensivspieler: „Für mich war es hier immer positiv.“

Trotzdem teilte Ignjovski am Montag Trainer Robin Dutt und Sportchef Thomas Eichin mit, dass er diesen „Super-Verein“ im Sommer verlässt. Und nannte den „einen einzigen Grund“, warum er nicht in Bremen bleiben will: „Auf meiner Position hat es einfach nicht für mich geklappt.“ Der 23-Jährige sieht seine Rolle im defensiven Mittelfeld. Doch als „Sechser“, so erklärte Dutt seinem Profi, hat

„Es geht um meine Karriere“

er bei Werder keine Perspektive. „Es gab für mich nie einen Grund, stattdessen Philipp Bargfrede rauszunehmen“, erklärte der 49-Jährige gestern. Ähnlich verhielt es sich mit Felix Kroos und Cedrick Makiadi, die den Vorzug vor „Iggy“ bekamen – wenn sie fit waren.

Also lehnte Ignjovski das vom Club zweifach nachgebesserte Vertragsangebot ab und sucht jetzt einen neuen Verein. Einen, der mit ihm in der defensiven Mittelfeld-Zentrale plant. Nichts anderes will der Serbe, „denn es geht schließlich um meine Karriere“. Auch die in der Nationalmannschaft: „Das ist der Traum jedes Fußballers, und dort habe ich auf dieser Position gespielt.“ Als „Iggy“ allerdings für Werder mal rechts, mal links als Außenverteidiger aushelfen musste, blieben auch die Nominierungen für sein Heimatland aus. Die Folgen: Werder-Trainingsplatz statt Länderspielreisen und WM-Qualifikation, Grübeln, Frust. „Ich habe gemerkt, dass ich mich nicht weiterentwickeln kann, wenn ich mehrere Rollen spiele. Bei nur einer wäre das besser gewesen – im Training und im Spiel. Da kann man diese eine Aufgabe besser verinnerlichen.“

Seine Vielseitigkeit wurde dem Allrounder damit zum Verhängnis. Also startet „Iggy“ nach drei Jahren und 58 Bundesliga-Partien für Bremen ab Sommer andernorts die Jagd auf einen Stammplatz vor der Abwehr. Am liebsten in der Bundesliga – „weil ich mein Leben hier in Deutschland mag und meine Tochter hier geboren ist“. Zu Medienberichten über eine bevorstehende Einigung mit Eintracht Frankfurt sagte er nur: „Kein Kommentar.“

Dutt bedauerte die Entscheidung des 23-Jährigen, bezeichnete sie aber als „völlig legitim“: Gern hätte er weiter mit dem variablen Allrounder zusammengearbeitet, aber „er hat uns seine Gründe sehr vernünftig in einem guten Gespräch dargelegt. Ich kann verstehen, wenn er eine neue Herausforderung sucht.“ · ck

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