Lange hat der Serbe bei Werder nur auf der Bank gesessen, doch morgen wird er gegen Leverkusen gebraucht

Ignjovski: Aus der Versenkung in die Startelf

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Für Aleksandar Ignjovski ist die Chance da. ·

Bremen - Aleksandar Ignjovski machte noch das Gesicht des Unwissenden. Ob er morgen im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen in der Startelf stehen wird? „Iggy“ zuckte mit den Schultern, sagte: „Es wäre schön für mich.

Aber da sind auch noch Clemens Fritz und Florian Hartherz. Meine Chancen stehen also nur bei 33 Prozent.“ Das war allerdings der Stand vor dem Training gestern Nachmittag. Während der Einheit erhöhte sich die Prozentzahl beträchtlich. Es deutet im Grunde alles darauf hin, dass der 21-Jährige morgen den gelb-rot-gesperrten Lukas Schmitz als Linksverteidiger vertreten wird.

Bilder vom Training am Montag

Werder-Training am Montag

Als Trainer Thomas Schaaf das A-Team für das Trainingsspiel zusammenstellte, war der Serbe dabei. Clemens Fritz trug das Leibchen der Reservisten, Florian Hartherz humpelte zu dem Zeitpunkt schon alleine um den Platz – angeschlagen nach einem Zweikampf mit Marko Arnautovic. „Florian ist umgeknickt. Wir müssen jetzt abwarten, ob die Bänder etwas abbekommen haben. Das wissen wir erst morgen früh“, sagte Schaaf gestern.

Sollte Hartherz ausfallen, würde es sich zwischen Fritz und Ignjovski entscheiden – Chancen 50:50? Nicht wirklich. Denn dass Kapitän Fritz nach anderthalb Monaten Pause und nur einer Trainingswoche schon wieder fit ist für 90 Minuten, wäre erstaunlich. Der 31-Jährige räumt selbst ein: „Ich bin noch nicht bei 100 Prozent und werde es auch am Mittwoch noch nicht sein.“ Auch Schaaf ist unsicher, fragt sich: „Müssen wir das schon machen, sollen wir das machen, können wir das machen?“

Niemand muss, schließlich gibt es ja Ignjovski. Schon gegen Wolfsburg kam er nach Schmitz’ Platzverweis in die Partie – es war sein erster Einsatz seit seinem missglückten Auftritt in Dortmund zu Saisonbeginn. So lange warten zu müssen, „ist nicht einfach“, sagte Ignjovski, der aber immer wusste, dass er nicht abgeschrieben ist: „Der Trainer hat ein-, zweimal mit mir gesprochen und gesagt, dass ich nicht aufgeben soll, weil meine Chance kommen wird.“ Morgen ist sie da – zu 99 Prozent. · csa/kni

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