Für Ignjovski macht Allofs den Bringdienst

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Endlich vereint: Trainer Thomas Schaaf und Sportchef Klaus Allofs freuten sich gestern sichtlich, dass Aleksandar Ignjovski in Bremen auf dem Platz steht.

BREMEN - Auf einmal stand er auf dem Trainingsplatz – und hätte ihn Werders Sportchef Klaus Allofs nicht dorthin geführt, wäre er den meisten „Kiebitzen“ beim Nachmittagstraining wohl gar nicht aufgefallen: Aleksandar Ignjovski. Das lange Hin und Her um die Verpflichtung des Allrounders für die rechte Seite fand ein abruptes Ende.

Aleksandar Ignjovski

„Ja, wir haben jetzt alles geklärt, was wir klären mussten – und gerade den Vertrag gemacht“, bestätigte Allofs. Diese letzten Fragezeichen hinter dem Dreijahreskontrakt, so hob er im selben Atemzug hervor, seien nicht finanzieller Natur gewesen. Näher ging der 54-Jährige nicht ins Detail, und auch nicht, von wem um 13.46 Uhr das letzte Okay zur Verpflichtung des Serben kam: „Es wurde zu viel über einen Investor spekuliert. Wir werden die Inhalte des Vertrags nicht offen legen. Aber dass wir kreativ sein mussten, um unseren Etat nicht zu belasten, ist doch ganz klar.“ Liegen die Transferrechte denn trotzdem noch zu 100 Prozent bei Werder? „Dazu will ich nichts sagen“, blieb Allofs schmallippig.

Ignjovski trainiert bei Werder Bremen

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Ignjovski selbst waren die Besitzverhältnisse ziemlich egal: „Ich bin jetzt Spieler von Werder – das ist das Einzige, was ich weiß.“ Vielmehr freute er sich, dass seine ungewisse Zukunft mit langem Warten und Einzeltrainings bis zur Einigung endlich ein Ende hat: „Das war mit viel Stress verbunden. Jetzt bin ich sehr glücklich, hier zu sein. Bremen ist ein Top-Verein, ein Traditionsverein. Es ist ein großer Schritt in meiner Karriere.“ Werder stand immer auf seinem Wunschzettel immer obenan, „danach kam lange gar nichts – und dann ein anderer Club.“

Und der zuletzt von seinem Verein OFK Belgrad an Zweitligist 1860 München ausgeliehene Serbe hegt keinen Zweifel daran, dass er den Sprung in die Stammelf schafft: „Die 2. Liga ist die stärkste in Europa. Ein paar Tage noch, dann habe ich mich hier zurecht gefunden.“ Sogar einen Einsatz im zweiten Bundesliga-Spiel bei Bayer Leverkusen will er nicht ausschließen.

Allofs bleibt hingegen zurückhaltend, was einen baldigen Einsatz angeht: „Wenn er Zeit braucht, bekommt er sie. Er bedeutet eine Investition in die Zukunft. Aber wenn er gut ist, ist er auch früher ein Thema für uns.“ Bei seinem Coach punktete Ignjovski jedenfalls schon gestern: „Er hat sich im Training gut eingebracht, ist technisch beschlagen und verfügt über eine hohe Spielintelligenz“, urteilte Thomas Schaaf über den Mann, der das Trikot mit der Nummer 17 bekommt. Er sieht den 20-Jährigen als Alternative fürs Mittelfeld und für beide Außenbahnen in der Defensive.

Auf seine Wunschposition angesprochen, nannte Ignjovski spontan die des Sechsers vor der Abwehr. „Zuletzt in München habe ich aber als linker Verteidiger gespielt.“

Jetzt will sich Aleksandar Ignjovski in den Übungseinheiten voll reinhängen – und zwischendurch „sehen, dass ich schnell eine eigene Wohnung finde. Für die ersten Tage hat er seinen Vater im Bremer Parkhotel bei sich. Und auch künftig soll ein Teil der Familie möglichst hier leben: „Denn das ist besser als allein.“ n ck

Aleksandar Ignjovski

Position: Mittelfeld/Abwehr

Geb.: 27. Januar 1991

Nation: Serbien

Größe: 1,75 m

Bisherige Vereine: OFK Belgrad (07/2011 - 08/2011), TSV 1860 München (07/2009 - 06/2011, Ausleihe), OFK Belgrad (2008 - 2009), OFK Belgrad (Jugend).

Ausbildung: Goldschmied

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