Der Außenverteidiger, der lieber ein Sechser wäre, zieht ebenfalls von dannen

Ignjovski lehnt beide Angebote ab

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Aleksandar Ignjovski

Bremen - Ein bloßer Zufall war es, dass Aleksandar Ignjovski und Aaron Hunt gestern Nachmittag zeitgleich auf dem Parkplatz des Weserstadions zum Training eintrafen.

Doch während sich das größere Interesse der Journalisten und Kamerateams auf den Bremer Vizekapitän konzentrierten, konnte Ignjovski fast unbehelligt sein Auto verlassen. Und vielleicht schwang in dieser kleinen Szene einer der Gründe mit, warum auch der 23 Jahre alte Serbe Werders Vertragsangebot abgelehnt hatte: Ignjovski spürt wohl nicht die rechte Wertschätzung bei den Grün-Weißen. Und vielleicht fehlt ihm auch ein Stück weit das Vertrauen von und in Trainer Robin Dutt.

Denn Ignjovski hatte bis zuletzt immer wieder unterstrichen: „Ich sehe mich als Sechser. Da spiele ich auch in der Nationalmannschaft.“ Unter Dutt jedoch spielt der harte Zweikämpfer fast ausschließlich außen in der Viererkette. Und es hatte eine ganze Weile gedauert, bis er sich die Gunst des Trainers erarbeitet hatte. Erst seit sechs Wochen ist Ignjovski eine feste Größe in der Bremer Stammelf und bekam häufig gute Kritiken.

Doch den festen Glauben, dass Dutt seine Meinung nicht wieder revidiert, scheint der Serbe, Profi schon seit 2008, nicht zu haben. Schließlich war Ignjovski dafür viel zu lange abgeschrieben gewesen.

Dann hatte ihm Manager Thomas Eichin ein Vertragsangebot vorgelegt, mit der Aussicht auf angehobene Bezüge. Aber da sein aktueller Kontrakt ohnehin verhältnismäßig gering dotiert ist, war das offensichtlich nicht besonders verlockend für ihn. Werder stockte dieses Angebot dann noch ein weiteres Mal auf, doch auch diese Offerte lehnte Ignjovski nun dankend ab. „Wir haben ein zweites, verbessertes Angebot abgegeben. Er hat uns mitgeteilt, dass er dieses Angebot nicht annehmen wird“, erklärte Eichin.

Wie Hunt will auch Ignjovski sein Glück lieber bei einem anderen Verein suchen, der ein wenig lukrativer ist und vielleicht auch nicht gegen den Abstieg spielt.

In der so schwierigen Phase für Werder kann Ignjovski momentan nicht eingreifen, denn seit einer Woche plagt ihn eine Bauchmuskelzerrung. Ein Einsatz gegen Hannover käme sehr wahrscheinlich zu früh. „Für Sonntag wird es wohl noch nicht reichen“, erklärte Dutt gestern. · phi

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