„Ich zeige, dass ich die Nummer eins bin“

Wolf will, dass alle genau hingucken

Raphael Wolf
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Raphael Wolf

Bremen - Wenn es nach Raphael Wolf geht, könnte heute schon Sonntag sein. „Es wird Zeit, dass der Ball endlich wieder aufs Tor kommt“, sagt der Werder-Keeper und gibt sich kämpferisch: „Ich werde zeigen, dass ich die Nummer eins bin und zurecht hinten drin stehe.“

Ja – das Torwartthema hat ihn in den letzten Wochen genervt. Das gibt er zu. Erst wollte Werder Felix Wiedwald holen, blitzte aber bei Eintracht Frankfurt ab. Dann wurde Koen Casteels verpflichtet, aber nur bis Sommer. In beiden Fällen wurde spekuliert, dass Wolf um seinen Status als Nummer eins fürchten muss. Und genau das war es, was ihn so ärgerte. „Das stimmt nämlich nicht“, sagt der 26-Jährige: „Mir ist immer wieder gesagt worden, dass ich die Nummer eins bleibe.“ Sowohl Trainer Viktor Skripnik und seine Kollegen als auch Sportchef Thomas Eichin „sind absolut fair mit mir umgegangen“.

Vor einigen Tagen hatte das noch etwas anders geklungen. „Es wurde während der Vorbereitung, in der sich eine Mannschaft sportlich weiterentwickeln soll, eine Tür für eine Torwart-Diskussion geöffnet, die man nicht hätte öffnen müssen“, war Wolf von der „Sport Bild“ zitiert worden. Worte, die er nicht bestreitet, die aber auch keine Kritik an Eichin oder Skripnik gewesen sein sollen. Was dann? Vielleicht ein bisschen Frust, dass ihm in Bremen immer noch die ganz große Wertschätzung versagt bleibt. Doch das soll sich nun ändern. Wolf dreht den Spieß um, will die Tatsache, dass die Augen nun noch mehr auf ihn gerichtet sein werden, für sich nutzen: „Das ist doch super, dann werden alle sehen, was ich kann.“

Keine Frage, der Mann ist im Angriffsmodus. Dabei sind „Kampfansagen nicht mein Ding“. Und in der Vergangenheit hat er sich so etwas auch verkniffen. Doch die neue Situation zwingt ihn in die Offensive. Und genau das haben Eichin und Co. mit ihren Transfers auch bezweckt. Deswegen könnte die Rechnung aufgehen, Wolf gestärkt aus dem Torwartwirbel hervorgehen. Dass der Druck vielleicht zu groß werden und er daran zerbrechen könnte, schließt Wolf natürlich aus: „Ich bin alt genug und lange genug dabei – keine Sorge, damit kann ich umgehen.“ Und deshalb ist sich der 26-Jährige sicher: „Ich werde noch lange die Nummer eins bei Werder sein.“

kni

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