„Ich würde Mertesacker nicht gerne abgeben“

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Die perfekte Grätsche: Per Mertesacker trennt Evertons Leon Osman kompromisslos vom Ball. n

Bremen - Der Gang war zwar ein wenig schwerfällig, aber das ist bei Per Mertesacker nicht bedenklich. „Ich fühle mich gut“, sagte Per Mertesacker einen Tag nach seinem fulminanten Comeback beim 1:0-Sieg des SV Werder Bremen gegen den FC Everton.

Sein Einsatz am Samstag beim Bundesliga-Auftakt gegen den 1. FC Kaiserslautern im Weserstadion gilt als sicher, aber wie lange bleibt er noch in Bremen? Ein Mertesacker in Topform dürfte schnell auch für Topclubs in Europa interessant werden – und mit 26 Jahren ist er im besten Wechselalter.

Werder Bremen gegen FC Everton

Werder Bremen gegen den FC Everton

„Jetzt sollten wir uns erst einmal freuen, dass Per wieder da ist“, wiegelt Klaus Allofs bei diesem Thema ab. Doch der Werder-Boss ist Realist genug, dass die Frage nach der Zukunft von Mertesacker einfach kommen muss. Schließlich läuft der Vertrag des Nationalspielers am Ende der Saison aus. Eine vorzeitige Verlängerung ist Werder aus finanziellen Gründen derzeit nicht möglich. Die Bremer könnten also nur noch in dieser Transferperiode mit einem Wechsel ordentlich Kasse machen. Dass diese Möglichkeit besteht, wollte Allofs auch gar nicht in Abrede stellen: „Das gilt aber für alle Spieler. Wir haben ihnen das Versprechen gegeben, uns mit seriösen Angeboten zu beschäftigen. Wir sind auf allen Positionen so besetzt, dass wir auch nach einem Verkauf handlungsfähig blieben.“ Allerdings möchte es Allofs im Fall Mertesacker gar nicht so weit kommen lassen: „Ich würde ihn nicht gerne abgeben. Es gibt aber auch keinerlei Hinweise darauf, dass so etwas ansteht.“

Die Mannschaft von Werder Bremen der Saison 2011/2012

Das ist Werder Bremen 2011/2012

Und was will Mertesacker? „Ich gehe davon aus, dass ich diese Saison für Werder spiele.“ Klingt schon mal gut, aber Mertesacker lässt sich mit Verweis auf seinen Boss eine Hintertür offen: „Klaus Allofs hat doch gesagt, dass der Verein immer wieder auch mal Spieler verkaufen muss.“

Fahrzeugübergabe bei Werder

Fahrzeugübergabe bei Werder

Bis Ende August dürfte also noch etwas gezittert werden, ob „Merte“ tatsächlich bleibt. Wie wertvoll er für Werder ist, hat der Innenverteidiger am Dienstagabend eindrucksvoll bewiesen. Monatelang hatte er sich mit einer Entzündung der Ferse herumgeplagt und nach einer Reha in Donaustauf erst seit wenigen Tagen mit der Mannschaft trainiert. Doch Mertesacker trat so entschlossen und souverän auf, wie es eben nur ein echter Führungsspieler kann. „Es lief wirklich leichtfüßig“, freute sich der Nationalspieler: „Das war ein guter Test, um zu wissen, dass der Körper noch funktioniert.“ Dass ihn die Fans wie einen Superstar feierten und mit stehenden Ovationen verabschiedeten, war ihm natürlich nicht entgangen: „Das hat mich sehr glücklich gemacht und beeindruckt – und es wird mir helfen, noch fitter zu werden.“ Als Hoffnungsträger sieht er sich aber nicht, „ich bin eine Verstärkung. Genauso wie einige andere auch, die auf dem Sprung zurück sind.“

Mertesacker will sich nicht zu wichtig nehmen. Deswegen sagte er zum Thema Kapitän auch nur, „das entscheidet der Trainer“. Der wiederum meinte gestern: „Es ist kein Geheimnis, dass Per ein Kandidat ist.“ Entschieden sei noch nichts, aber Schaaf sollte bedenken: Vielleicht bindet die Binde Mertesacker noch ein bisschen fester an Werder. · kni

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