Mertesacker spricht sich für Borowski-Comeback aus

„Ich würde es begrüßen, wenn Tim bei uns spielt“

Werder-Bremen -

BREMEN (kni) Als sich Per Mertesacker vor einigen Wochen in einem Münchner Krankenhaus von einer Fußoperation erholte, klopfte es plötzlich an der Tür des Werder-Profis: Tim Borowski stattete dem ehemaligen Teamkollegen einen Krankenbesuch ab. „Das war wirklich klasse von Tim“, erinnert sich Mertesacker. Künftig könnten sich die beiden Nationalspieler wieder häufiger sehen, denn Borowski soll den FC Bayern München verlassen und liebäugelt mit einer Rückkehr nach Bremen (wir berichteten).

Davon hat Mertesacker in seinem Urlaub bereits gehört, besser gesagt gelesen: „Im Videotext – und ich würde es absolut begrüßen, wenn Tim wieder bei uns in Bremen spielen würde.“ Nicht nur menschlich, sondern auch sportlich hält Mertesacker jede Menge von seinem 29-jährigen Kollegen: „Tim war ein wichtiger Spieler bei uns, der ja sogar schon die Kapitänsbinde getragen hat. Solche erfahrenen und guten Leute können wir sehr gut gebrauchen.“

Aber kann sich Werder einen Borowski leisten? Sportchef Klaus Allofs hatte bereits angedeutet, dass eine

n„Solche Leute

nbrauchen wir“

Verpflichtung nur möglich wäre, wenn Bayern keine zu hohe Ablösesumme verlangt und Borowski kein zu hohes Gehalt. Doch weder von den Bayern noch von Borowskis Berater Jörg Neubauer gab’s dazu gestern eine Stellungnahme. Aus Werder-Kreisen verlautete lediglich, dass es eher unwahrscheinlich sei, dass Borowski auf Geld verzichten würde. Schließlich würde sein lukrativer Vertrag bei den Bayern noch zwei Jahre laufen.

Mertesacker mag sich zu finanziellen Dingen nicht äußern. Aber er sieht eigentlich keine Probleme, dass ein Spieler von Rekordmeister FC Bayern zu Werder Bremen wechselt – oder sogar nach nur einem Jahr zurückkommt: „Das ist doch nichts Schlimmes.“ Vielleicht hat er ja schon mit Borowski darüber gesprochen – damals im Krankenzimmer von München. Und vielleicht reagiert er ja auch deshalb so positiv auf eine mögliche Rückkehr von Borowski. „Nein, nein“, wiegelt der 24-Jährige schnell ab: „Ich werde hier ganz sicher nicht ausplaudern, worüber wir gesprochen haben. Ich sage nur, dass ich mich freuen würde, wenn Tim zurückkommt, denn wir verstehen uns wirklich gut.“

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