Kevin De Bruyne spricht über seine Ziele

„Ich will das Maximum“

Kevin De Bruyne ist erst seit kurzer Zeit bei Werder, doch der Belgier scheint sich in seiner neuen Umgebung schon wohl zu fühlen. ·

Donaueschingen · Seit einer Woche ist Kevin De Bruyne nun Bremer. In seinem ersten Trainingslager beim neuen Club hatte er ein bisschen Zeit, die Kollegen kennenzulernen.

Und der 21-jährige Belgier, den Werder für ein Jahr von Champions-League-Sieger FC Chelsea aus London ausgeliehen hat, scheint sich wohl zu fühlen. Was er vorhat, wie er tickt und warum er erst zwei Länderspiele bestritten hat, verrät er im Gespräch. Kevin De Bruyne über . . .

. . . die ersten Eindrücke von seiner neuen Mannschaft: „Es ist ein freundliches, junges Team, mit dem ich spielen will. Es ist alles in Ordnung.“

. . . seinen ersten Werder-Einsatz über 90 Minuten im Testspiel in Winterthur, als er beim 4:1 am Mittwoch zwei Tore vorbereitete: „Es war o.k. für ein Vorbereitungsspiel. Die Beine sind natürlich ein bisschen schwer, aber insgesamt war es ganz gut.“

. . . seinen Fitness-Stand: „In Prozent kann ich das nicht sagen. Mir geht es gut im Moment. Wenn die Saison richtig losgeht, braucht man sicher noch ein bisschen mehr. Aber das kommt in den nächsten ein, zwei Wochen.“

. . . das Training: „Es ist ganz anders als bei Chelsea. Da haben wir alles mit dem Ball gemacht. Klar ist das schöner, das mag doch jeder Fußballer lieber als zum Beispiel laufen. Aber natürlich gehört beides dazu.“

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. . . den Moment, als er hörte, dass sich Werder um ihn bemüht: „Ich war aufgeregt. Werder war schon an mir interessiert, bevor ich bei Chelsea unterschrieben habe. Genk wollte eine Menge Geld haben, Chelsea hat das dann bezahlt. Jetzt bin ich hier – und denke, das Leihgeschäft ist gut für alle.“

. . . seine Lieblingsposition: „Ich habe schon überall im Mittelfeld gespielt. Ich denke, in einer zentralen Position bin ich am besten. In der Jugend habe ich immer da gespielt, in Genk erst auch. Dann bin ich auf den Flügel gegangen, weil wir da eine zeitlang niemanden hatten. Es lief gut, deshalb hat der Trainer mich da gelassen. Und wir sind Meister geworden. Danach ging es zurück in die Mitte. Wenn ich auf dem Flügel spiele, dann lieber links als rechts.“

. . . seinen Charakter: „Ich bin schon eher der zurückhaltende Typ. Ich mag es zu relaxen, genieße das Leben abseits des Fußballs, treffe mich mit Freunden. Das ist wichtig. Das brauche ich, um mal abzuschalten. Auf dem Platz ist das natürlich nicht so locker. Aber in meiner Freizeit bin ich ganz entspannt – meine Freundin Carolin sagt, manchmal zu entspannt (lacht). Aber ich kann auch mal ein bisschen böse werden. Dass man diskutiert oder mit Leuten streitet, ist doch normal. Viele Leute halten ihre Meinung zurück. Ich sage, was ich denke.“

. . . sein Privatleben: „Meine Freundin wird zu mir nach Bremen ziehen. Momentan ist sie noch in Belgien, aber das ist kein Problem, es sind nur dreieinhalb Stunden mit dem Auto. Carolin hat studiert, kann jetzt als Fitness- und Tennistrainerin arbeiten.“

. . . seine Deutschkenntnisse: „Ich will die Sprache besser lernen. Das meiste verstehe ich schon – nicht jedes einzelne Wort, aber die Zusammenhänge. Sprechen ist noch etwas schwieriger. Der Trainer redet meistens noch Englisch mit mir, aber in der Gruppe wird nur Deutsch gesprochen.“

. . . seine Nationalmannschaftskarriere: „Ich habe erst zwei Länderspiele, weil ich oft verletzt war, als es welche gab. Wie letztes Jahr, als ich ein gutes Level hatte, mir dann aber den Zeh gebrochen habe. Man kann sagen, dass ich in den letzten Jahren in der Nationalmannschaft nicht so viel Glück hatte. Hoffentlich bekomme ich am Mittwoch die nächste Chance (Nationaltrainer Marc Wilmots hat De Bruyne für das Länderspiel in den Niederlanden nominiert, Anm. d. Red.). Dass ich im Kader bin, hat mich nicht überrascht. Denn wenn ich fit war, war das immer so – auch wenn ich bisher nicht viel gespielt habe.“

. . . die belgische Nationalelf: „Wir haben eine richtig gute Mannschaft im Moment – wenn man sieht, wo die Spieler alle spielen. Vier sind als Beste in ihren Ligen vorgeschlagen worden. Belgien kommt wieder! Aber eine goldene Generation, wie viele sagen, würde ich es noch nicht nennen. Das kann man machen, wenn man etwas erreicht hat, etwa bei einem großen Turnier – aber vorher nicht.“

. . . sein Ziel mit Werder: „Ich will immer das Maximale erreichen. Das war in Genk so, das ist jetzt in Bremen so. Was dabei herauskommt, wird man am Ende der Saison sehen.“ · mr

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