Tom Trybull ist froh über das Ende seiner Leidenszeit / Gute Chancen auf Fürth-Einsatz

„Ich bin wieder da“

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Obenauf: Werders Mittelfeldmann Tom Trybull (hier beim gestrigen Huckepack-Aufwärmen mit Assani Lukimya) hat seine Leidenszeit überwunden

Bremen - Tom Trybull hat in diesen Tagen häufiger mal ein Lächeln auf den Lippen. Kein Wunder, denn nach langer Leidenszeit ist der 20-Jährige bei Werder endlich richtig zurück im Geschehen. „Ich bin wieder da“, sagt der Mittelfeldmann hörbar zufrieden.

Am Samstag in Gladbach war Trybull ein Teil der Bremer Doppel-Sechs, bestritt zum ersten Mal in dieser Saison ein Pflichtspiel für die Werder-Profis. Und das von Anfang an – und dann auch noch an seinem 20. Geburtstag: „Das war schön, ein gutes Gefühl. Es hat mir sehr gut getan. Die harte Schufterei in der Reha hat sich also gelohnt.“

Trybull hat harte Monate hinter sich. Im vergangenen Sommer setzte ihn ein Magen-Darm-Virus matt, der sich irgendwie nicht vollends vertreiben ließ – jedenfalls die Magenbeschwerden nicht. „Ich hatte Probleme, aber nicht so schlimm, dass ich im Bett liegen musste“, erinnert sich Trybull. Er war nicht richtig fit, trainierte aber weiter und wollte sich beweisen: „Ich weiß doch, was sportlich von mir erwartet wird und was ich selbst von mir erwarte. Es war aber nicht einfach für mich, weil ich nicht meine volle Leistung bringen konnte.“ Im Nachhinein, das gibt er zu, war der Ehrgeiz übertrieben: „Ich hätte eher Stop sagen müssen.“ Das tat er erst, als er sich zusätzlich auch noch eine Fußverletzung zugezogen hatte. Danach musste er sich mühsam wieder herankämpfen: „Es dauert, bis man wieder bei 100 Prozent ist.“

Mittlerweile hat er es über Einsätze in der U 23 und intensives Training geschafft. Das Testspiel gegen Braunschweig am 19. Februar, in dem er 90 Minuten im Profiteam ran durfte, war für ihn dabei ein ganz wichtiges. „Da konnte ich mich ausleben“ – und Selbstvertrauen tanken.

Dickes Lob von Nebenmann Junuzovic

Das richtige Comeback gab es aber erst in Gladbach. Trybull selbst fand seinen Auftritt „für den Auftakt ganz gut. Von den Kollegen habe ich nur Positives gehört.“ Zlatko Junuzovic, in der zweiten Hälfte sein Nebenmann im defensiven Mittelfeld, lobte den 20-Jährigen fast schon überschwänglich: „Es hat sehr gut geklappt mit Tom. Dafür, dass er noch nicht so im Rhythmus ist, hat er das hervorragend gemacht. Er hat eine extreme Ruhe am Ball, verliert nie die Nerven. Und das in so jungem Alter – bemerkenswert.“ Trainer Thomas Schaaf meint, dass Trybull mit seinem Start „zufrieden sein“ kann: „Es ist aber auch klar, dass es noch mehr werden muss.“ „Das weiß ich“, sagt Trybull, „gerade als jüngerer Spieler bin ich jeden Tag gefordert, darf mich nie ausruhen. Ich muss dranbleiben.“

Vermutlich darf er am Samstag im Heimspiel gegen Fürth erneut von Beginn an ran, so sind jedenfalls die Trainingseindrücke. „Natürlich hoffe ich darauf, sonst wäre ich fehl am Platz“, betont Trybull und fügt noch an: „Hier muss jeder um seinen Platz kämpfen.“ · mr

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