Treuebekenntnis von Sokratis

„Ich werde diese Saison bleiben“

Sokratis blickt zuversichtlich in die Zukunft und traut Werder viel zu.

Zell am Ziller · Sokratis ist wieder da – und er legt gleich richtig los: auf und neben dem Platz. Der Grieche, den der SV Werder Bremen nach einem Jahr Ausleihe vom FC Genua für eine Ablöse von 3,5 Millionen Euro verpflichtet hat, fand gestern im Trainingslager in Zell am Ziller klare und erfrischende Worte zu seiner persönlichen Zukunft und zu der seines Clubs.

Das Gespräch mit den Journalisten begann der 24-Jährige, der wegen seines EM-Urlaubs erst am Sonntag zur Mannschaft gestoßen war, allerdings mit einem langen Gähnen.

Sokratis, Sie wirken müde, haben Sie sich im Urlaub nicht erholt?

Sokratis:Doch. Ich war drei Wochen in Griechenland, hauptsächlich in meiner Heimat Kalamata. Ich fühle mich gut, aber das Training gerade war schon sehr anstrengend.

Zunächst noch ein kurzer Rückblick auf die EM: Wie haben Sie das Turnier in Erinnerung?

Sokratis:Sehr gut. Wir haben für Griechenland das Beste herausgeholt und sind erst im Viertelfinale gegen eine sehr gute deutsche Mannschaft ausgeschieden. Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht und müssen den nun für das nächste Turnier nutzen.

Bilder vom Trainingslager

Werder im Trainingslager Zillertal - Montag

Haben auch Sie persönlich einen Schritt nach vorne gemacht?

Sokratis:Ja. Die Gelb-Rote Karte im ersten Spiel war natürlich ärgerlich, Aber ich habe insgesamt gut gespielt, ich bin zufrieden.

Was erwarten Sie in dieser Saison von Werder?

Sokratis:Wir müssen wieder guten Fußball zeigen, viel gewinnen und wieder an die ersten fünf Mannschaften herankommen.

Ihr Ziel ist also die Europa League?

Sokratis:Nein, mein Ziel ist die Champions League. Und ein Club wie Werder gehört einfach in die Champions League. Dann haben wir wieder mehr Spiele und der Verein mehr Geld.

Reicht der aktuelle Kader für dieses Ziel aus?

Sokratis:Da vertraue ich Klaus Allofs und Thomas Schaaf. Wenn sie sagen, dass wir noch ein, zwei, drei Spieler brauchen – okay. Wenn sie sagen, die Mannschaft ist jetzt stark genug, dann ist das auch okay. Es wird auf jeden Fall ein schwieriges Jahr, deshalb müssen wir eine Familie sein. Das ist ganz wichtig.

Wie meinen Sie das?

Sokratis:Wir haben einen großen Kader, aber es können immer nur elf spielen. Trotzdem müssen wir zusammenhalten, eben eine Familie sein.

Wie ist Ihr erster Eindruck?

Sokratis:Dazu kann ich wenig sagen. Ich hatte kaum Zeit, mit den anderen zu sprechen. Wir trainieren sehr viel, dazwischen sind alle müde.

In der Innenverteidigung ist die Konkurrenz besonders groß. Wie sehen Sie Ihre Chancen?

Sokratis:So viele gute Verteidiger zu haben, ist doch gut für die Mannschaft. Jeder muss jeden Tag kämpfen. Und wer die beste Form hat, muss spielen.

Wer wäre der beste Partner für Sie?

Sokratis:Ich möchte gar keinen Favoriten nennen, aber natürlich ist Naldo einer der besten Innenverteidiger der Bundesliga. Leider haben wir in der vergangenen Saison wenig miteinander gespielt, weil er oft verletzt war. Ich hoffe, dass er dieses Jahr alle Spiele machen kann. Aber wir werden sehen.

Haben Sie bei der EM mit Ihrem neuen Mitspieler Theodor Gebre Selassie gesprochen?

Sokratis:Ja, aber nur kurz. Er ist ein sehr guter Spieler, er attackiert gut. Solche Kämpfer brauchen wir.

Vergangene Saison waren Sie nur ausgeliehen, nun hat Werder Sie gekauft und mit einem Vierjahres-Vertrag ausgestattet – macht das einen Unterschied für Sie in dieser Spielzeit?

Sokratis:Eigentlich ist es das Gleiche für mich. Trotzdem – ich muss jetzt noch mehr kämpfen. Ich möchte mit dieser Mannschaft viel gewinnen.

Ende der vergangenen Saison haben Sie einen Wechsel nicht ausgeschlossen, ist das Thema jetzt vom Tisch?

Sokratis:Ja. Ich habe diesen Vertrag mit Werder gemacht, und ich werde diese Saison bleiben. Was danach passiert, das weiß ich jetzt noch nicht, das ist im Moment auch nicht wichtig.

Sie geben dieses Interview auf Englisch. Ist die Vertragsverlängerung auch ein Anlass für Sie, intensiver Deutsch zu lernen?

Sokratis:Ich verstehe schon viel und spreche auch schon Deutsch. Dazu kommt noch Englisch, da gibt es keine Probleme in der Mannschaft. Aber ich bin erst ein Jahr hier, es ist nicht so einfach, rauszugehen und Interviews auf Deutsch zu geben. · kni

Trump stößt G7 in eine tiefe Krise

Trump stößt G7 in eine tiefe Krise

Piazzetta 2017 - Kunst bei bestem Sommerwetter

Piazzetta 2017 - Kunst bei bestem Sommerwetter

„Stelle di Notte“ an der Bassumer Freudenburg

„Stelle di Notte“ an der Bassumer Freudenburg

Open-Air-Sommerfestival am Weichelsee

Open-Air-Sommerfestival am Weichelsee

Meistgelesene Artikel

Franke auf dem Weg zu Werder?

Franke auf dem Weg zu Werder?

Wegen Caldirola – keine Chance für Ü 22-Kicker

Wegen Caldirola – keine Chance für Ü 22-Kicker

Entspannter Entscheider

Entspannter Entscheider

Schierenbeck sucht nach neuem Bruns

Schierenbeck sucht nach neuem Bruns

Kommentare