„Ich verzeihe mir die Fehlschüsse“

Bremen - Da hat Werder aber einen großen Fan in der Ukraine. Die beiden mageren Jahre in der Bundesliga und der radikale Umbruch in diesem Sommer – für Sergej Rebrow kein Grund, an der Bremer Klasse zu zweifeln.

Nach dem 0:0 im Testspiel am Samstag in Cloppenburg schwärmte der frühere Klassestürmer und jetzige Co-Trainer von Dynamo Kiew: „Werder gehört nicht ins Mittelfeld der Tabelle, sondern nach oben. Das ist eines der besten Teams in Deutschland – und deshalb wollten wir auch gegen sie spielen.“

Nun, wie eine absolute Bundesliga-Spitzenmannschaft trat Werder gegen den ukrainischen Rekordmeister und Champions-League-Teilnehmer nicht auf. Aber das war angesichts zahlreicher Länderspiel-Abstellungen auch nicht zu erwarten. Rebrow, der mit Alexej Michailitschenko den gerade erfolgreich operierten Chefcoach Oleg Blochin (Blutgerinnsel im Kopf) vertrat, meinte: „Bei uns haben zehn, elf Spieler gefehlt.“ Bei Werder waren es ähnlich viele.

Torloser Test: Werder Bremen gegen Dynamo Kiew

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Aber die, die aufliefen, zeigten den nur 1 538 Zuschauern eine recht flotte Partie. „Insgesamt können wir mit unserer Leistung sehr zufrieden sein“, urteilte Werder-Trainer Thomas Schaaf. Ähnlich klang Sportchef Klaus Allofs: „Viel Tempo, viele Zweikämpfe – das war ein guter Test. Das einzige, was gefehlt hat, waren die Tore. Natürlich müssen wir in der Chancenverwertung noch besser werden, keine Frage.“

Das galt gegen Kiew besonders für Nils Petersen, der zwei Mal kläglich scheiterte. Erst lief der Stürmer von halbrechts alleine aufs Tor zu, schob den Ball aber links vorbei (15.). Dann köpfte er völlig unbedrängt aus fünf Metern drüber (48.) und schlug entsetzt die Hände vors Gesicht. „Sicherlich hätte ich heute ein oder zwei Tore machen können, solche vergebenen Chancen nehme ich mir selbst am übelsten. Ich hätte gerne getroffen, denn ein Sieg wäre für die Mannschaft gut gewesen“, meinte der 23-Jährige.

Beim 7:0 gegen Heiligenfelde hatte er noch drei Mal getroffen, einen klaren Punktsieg im Duell mit seinem blassen Konkurrenten Joseph Akpala geholt und Selbstvertrauen getankt. Am Samstag hörte sich Petersen dann ein wenig geknickt an – zu sehr wollte er sich aber nicht an den Pranger stellen: „Ich verzeihe mir heute meine Fehlschüsse. Entscheidend sind die kommenden Spiele in der Bundesliga, da will ich treffen.“ n mr

Rubriklistenbild: © nph

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