„Ich spüre keine Eile“

Ailton wird sehr zur Freude von Claudio Pizarro (Bild) am Freitag ins Dschungelcamp einziehen. Das steht fest. Pizarro selbst lässt sich mit seinen Zukunftsplänen hingegen Zeit. ·

Werder-Bremen - BELEK · Claudio Pizarro kommt gut gelaunt ins „Pub Dublin“. Hier, im ersten Untergeschoss des Teamhotels Maxx Royal, treffen sich Werder-Profis und Journalisten zu den verabredeten Gesprächsrunden.

Es ist – wie es sich für einen Pub gehört – auch tagsüber recht finster, dazu leicht überheizt, stickig. Aber das stört Claudio Pizarro nicht. Der Werder-Torjäger kommt in kurzen Hosen, macht es sich in einem der lederbezogenen Cocktailsessel bequem – vermutlich in Erwartung unbequemer Fragen über seine Zukunft. Die ferne, aber auch die nahe…

Herr Pizarro, was machen Sie am kommenden Freitag um 21.15 Uhr?

Claudio Pizarro:Wieso? Haben wir da ein Spiel?

Nein, dann zieht Ihr alter Freund und Werder-Sturmkollege Ailton ins Dschungelcamp ein.

Pizarro (lacht):Ach so! Ja, davon habe ich gelesen. Klar, das werde ich gerne gucken.

Was halten Sie von Ailtons Lust auf den Dschungel?

Pizarro:Wenn er das macht, dann hat er wohl Spaß daran. Aber ehrlich: Ich habe das noch nie gesehen. Was muss er denn da machen?

Unter anderem Insekten und anderes unappetitliches Getier essen. Am Ende wird dann einer der Bewohner der Dschungelkönig.

Pizarro (lacht erneut):König? Das kann er! Aber ob er überhaupt pünktlich sein wird, weiß ich nicht . . .

Ihnen wird auch eine Abenteuerlust nachgesagt – jedenfalls die Lust, fußballerisch etwas Neues ausprobieren zu wollen. Ihren Vertrag können Sie am Saisonende kündigen. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie trotzdem bei Werder bleiben?

Pizarro:Der Stand ist wie vor einem Monat: Es ist alles offen. Ich habe noch keine Entscheidung getroffen. Wenn sich etwas Schönes für mich auftut, werde ich das analysieren. Im Moment spüre ich aber keine Eile.

Wie lange lassen Sie sich noch Zeit?

Pizarro:Ich schätze, im März oder April werde ich eine Entscheidung treffen.

Würde es Ihnen leichter fallen, sich pro Werder zu entscheiden, wenn sich die Mannschaft bis dahin in der Spitzengruppe der Bundesliga gehalten haben sollte.

Pizarro: Ich glaube, ja.

Die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb ist also ein entscheidender Faktor bei Ihren Überlegungen.

Pizarro: Champions League zu spielen, ist natürlich etwas Schönes. Besonders für die Mannschaft. Für mich gibt es aber auch viele andere Dinge, die ich berücksichtigen muss.

Zum Beispiel den Reiz, nach England und Deutschland ein anderes Land – Italien oder Spanien – kennenzulernen?

Pizarro:Das spielt alles eine Rolle. Ich muss diese Dinge für mich abwägen. Bestimmt werden irgendwann Angebote kommen, und ich werde entscheiden, was für meine Familie und mich das Beste ist.

Werder war für Ihre Karriere gewiss nicht schlecht. In Bremen sind Sie zum Star geworden. Ist diese Verbundenheit ein Bonus für den Club?

Pizarro:Sicher, es ist eine wichtige Sache für mich, dass ich mit Werder viel erlebt und gewonnen habe. Wenn ich in der Stadt unterwegs bin, spüre ich auch, dass die Leute mich lieben. Das ist sehr schön und spielt auch eine Rolle.

Haben Sie noch Ziele mit Werder?

Pizarro:Ich bin mit Werder nie Meister geworden. Das würde ich gerne schaffen.

Dieser Titel ist in dieser Saison weit weg. Aber Sie könnten noch einen holen. In der Torjägerliste liegen Sie mit zwölf Treffern vier Tore hinter Mario Gomez. Wie wäre es mit folgendem Vorschlag: Ailton wird Dschungelkönig, und Sie bekommen die Torjägerkrone.

Pizarro: Wenn es so kommt, hätte ich nichts dagegen. · csa

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