„Ich spiele, weil ich gut bin“

Kroos strotzt vor Selbstvertrauen

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Felix Kroos

Bremen - Felix Kroos kann die Fragen nicht mehr hören, doch vor der morgigen Partie gegen Schalke 04 mussten sie kommen: Ob er sich denn von seinem Bruder Toni ein paar Tipps geholt habe, wollte man vom bald 24-Jährigen wissen. Schließlich gewann der doch gerade mit Real Madrid in der Champions League mit 2:0 auf Schalke. „Nee“, sagte Felix Kroos, „das wird alles überbewertet. Ich schaue mir das Spiel an, und dann reicht das auch.“

Da war es wieder, dieses schale Gefühl. Er, der kleine Kroos. Und Toni, der große Kroos. Der, der auf Anhieb eine Schlüsselrolle in der furiosen Real-Elf übernahm. Der stete Vergleich schwingt immer mit, das macht es nicht leichter. Aber derzeit kämpft Felix Kroos mehr denn je darum, sich gegen die übermächtige Reputation seines Bruders zu behaupten. Seine Formkurve zeigt merklich nach oben. In den zwölf Partien unter Viktor Skripnik spielte Kroos acht Mal von Beginn an, wurde vier Mal eingewechselt. Sieht er sich als Stammspieler? „Ja!“, sagte Kroos, so selbstbewusst, wie man es meistens von ihm hört. Er sei kein Ersatzmann für den verletzten (und gegen Schalke ausfallenden) Philipp Bargfrede, im Gegenteil: „Ich spiele, weil ich gut bin. Und weil ich mir das verdient habe“, betonte Kroos, „ich habe es in den letzten Spielen bewiesen.“

Aus seinen Worten spricht das Vertrauen, das das Trainerteam um Skripnik in ihn setzt. Und mit dieser breiten Brust will Kroos auf Schalke nachlegen, wo ihm sein bisher einziger Bundesligatreffer gelang. „Vielleicht kann ich ja eine Serie auf Schalke aufbauen“, flachste Kroos. Damit hätte er seinem großen Bruder dann tatsächlich etwas voraus.

phi/csa

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