Papy Djilobodji zeigt immer häufiger Schwächen

„Ich war schlecht, schlecht, schlecht“

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Papy Djilobodji rutscht Hamburgs Pierre-Michel Lasogga den Buckel runter.

Hamburg/Bremen - Viele Worte brauchte Papy Djilobodji nicht, um seine eigene Leistung zu beschreiben. Es reichten drei – die wurden dann aber gleich in dreifacher Wiederholung dargereicht. „Ich war schlecht, ich war schlecht, ich war schlecht“, sagte der Werder-Verteidiger nach seiner Nordderby-Premiere, die gründlich daneben gegangen war –für Werder und für ihn persönlich. Hauptgrund: das frühe 0:1 und Djilobodjis Anteil daran.

Es sah zunächst so aus, als wolle der Senegalese den auf der rechten Außenbahn durchgestarteten Nicolai Müller attackieren. Doch dann zog er zurück, wand sich irgendwie um den Hamburger herum. Der ging auf und davon, legte für Pierre-Michel Lasogga die HSV-Führung auf. „Ich wollte nicht foulen, dann hätte ich Rot gesehen“, erklärte Djilobodji sein Fehlverhalten. Die Angst vor dem Platzverweis war einerseits verständlich – schließlich war das Derby sein erster Liga-Einsatz nach abgebrummter Sperre wegen seiner Kopf-ab-Geste gegen Mainz 05. Andererseits war die Aktion mehr als ungeschickt. „Klar, da hat er nicht gut ausgesehen“, sagt auch Geschäftsführer Thomas Eichin, der ansonsten aber nichts auf Djilobodji kommen lässt: „Ein Super-Verteidiger.“

Sollte Werder die Klasse halten, werde er sich um eine Weiterverpflichtung des vom FC Chelsea ausgeliehenen Profis bemühen. Per weiterer Leihe oder sogar per Kauf, falls das überhaupt machbar sein sollte.

Aber lohnt es tatsächlich, um Djilobodji zu kämpfen? Fehler, wie der gegen den HSV, nähren Zweifel. Djilobodji hat längst den anfänglichen Schwung, mit dem er im Januar beim SV Werder gestartet war, verloren. Drei Mal in den ersten fünf Partien kassierte er die Note 2, aber dann neigte sich die Leistungskurve nach unten. Auszüge aus den Einzelkritiken: „Klarer Leistungsabfall“ gegen Ingolstadt (0:2). „Fahrig, unkonzentriert“ gegen Darmstadt (2:2). „Unsicherheiten, Nachlässigkeiten, Konzentrationsfehler“ gegen Hannover (4:1). Zwischendrin das kuriose Kopfball-Eigentor beim 4:1 gegen Leverkusen. „Er war in dieser Phase platt, weil er ohne Spielpraxis zu uns gekommen war und gleich englische Wochen absolvieren musste“, verteidigt Eichin den Abwehrmann.

Wie auch immer: Die fußballerische Wahrheit, die sich hinter Papy Djilobodji versteckt, ist drei Spieltage vor Saisonschluss noch nicht eindeutig herausgearbeitet. In der entscheidenden Phase des Abstiegskampfs muss er jetzt aber funktionieren – und zwar fehlerlos.  J csa

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